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Diplom-Psychologin Helga Gürtler weiß, was wirklich wichtig ist

So wichtig sind Oma und Opa für ihre Enkelkinder

Für Eltern ist es schön, wenn Oma und Opa auf die Enkelkinder aufpassen. Aber was sollten beide Seiten beachten? Diplom-Psychologin Helga Gürtler weiß Rat.

veröffentlicht am 27.10.2010 um 05:25 Uhr

Unterwegs mit Oma und Opa: Das macht Spaß. Foto: djd/Neurexan

Meine Eltern wollen miterziehen – wie ziehe ich Grenzen?

Helga Gürtler: Großeltern erziehen meistens mit. Denn jeder, der mit Kindern zu tun hat, erzieht sie automatisch. Eltern sollten sich dabei fragen: „Womit kann ich leben?“ Ist es für sie zum Beispiel unerträglich, wenn ihr Kind bei Oma und Opa ohne Zähneputzen ins Bett darf, dürfen sie den Konflikt nicht scheuen und müssen den Großeltern erklären, warum es ihnen so wichtig ist. Gleichzeitig sollten sie schauen, wo sie ein Auge zudrücken können. Denn es ist normal, dass Großeltern Dinge anders machen. Und das ist auch gut so. Es wäre ja langweilig, wenn sie bloß das Sprachrohr der Eltern wären. Kinder sind hervorragend in der Lage zu differenzieren. Sie wissen „Das läuft bei Oma und Opa so, und dies ist zu Hause anders.“

Ich mag meine Schwiegereltern nicht. Muss ich ihnen meine Kinder geben?

Wichtig ist hier vor allem: Was wollen die Kinder? Wenn Kinder ihre Großeltern mögen und sie gern besuchen, dann sollten Eltern versuchen, sich hier zurückzunehmen. Denn Kinder brauchen Großeltern. Sie stellen eine weitere Station dar, wo die Kinder sich auch zu Hause fühlen dürfen. Kinder dürfen dort manchmal viel mehr, denn Großeltern können großzügiger sein, weil sie nicht den Lebensalltag mit den Kindern bestreiten müssen. Meist haben Oma und Opa mehr Zeit zum Vorlesen, Basteln oder Backen. Zudem ist es für Kinder einfach schön, wenn sie dort mehr oder andere Dinge dürfen. Eltern sollten dies nicht missgünstig betrachten, sondern sich für ihre Kinder freuen. Eltern sollten sich um der Kinder Willen bemühen, Probleme oder Streitigkeiten mit den Schwiegereltern neu-

tral darzustellen.



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