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Kind und Hund – Tipps für den richtigen Umgang

Hunde sind für Kinder eine ganz besondere Freude. Man kann sie streicheln, mit ihnen toben – doch was als Spaß anfängt, kann im Krankenhaus enden. Bis zu 50 000 Bissverletzungen durch Hunde müssen jedes Jahr in Deutschland ärztlich behandelt werden. In mehr als 50 Prozent der Fälle sind Kinder die Opfer. Vor allem Jungen zwischen dem fünften und neunten Lebensjahr sind gefährdet, warnen Experten.

veröffentlicht am 16.04.2009 um 22:50 Uhr

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Meist geht das Risiko, eine Bissverletzung zu erleiden, vom eigenen Familienhund aus. Fast drei von vier Verletzungen entstehen durch Tiere aus dem persönlichen Umfeld. Der Grund: Kinder sind mit den Vierbeinern zwar vertraut, können die tierischen Verhaltensformen jedoch noch nicht richtig einschätzen. Aus Unwissenheit oder in der Hitze des Spiels deuten sie Warnsignale des Hundes, wie Knurren oder Zähnefletschen, oft falsch oder ignorieren diese. Kommt es zum unerwarteten Zuschnappen, erleiden Kinder aufgrund ihrer geringen Körpergröße oft gefährliche Verletzungen. Jeder zweite Biss bei Kindern zielt auf den Hals- oder Kopfbereich. 85 Prozent der Sprösslinge erleiden dabei tiefe Bisswunden. Folgenschwere Unfälle können bereits durch einige wichtige Verhaltenstipps vermieden werden. Die Regel Nummer eins: Lassen Sie Hund und Kleinkinder niemals unbeaufsichtigt. Auch ein noch so freundlicher Vierbeiner kann Verletzungen verursachen, wenn er erschrickt oder das Kind ihm beim Spiel unabsichtlich Schmerzen zufügt. „Kinder sollten daher im Umgang mit Hunden frühzeitig einige Grundregeln lernen“, rät Jens Christian Berggreen, Gesundheitsexperte für Kinder und Jugendliche beim Deutschen Ring. So ist es wichtig, dass Kinder die Körpersprache des Hundes verstehen lernen und dessen Rückzugsbereich akzeptieren.

Werden diese Verhaltensregeln beachtet, sind Haustiere wertvolle Spielgefährten für die Kleinen. Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass insbesondere Kinder vom gemeinsamen Aufwachsen mit Hunden profitieren. Doch wer mit Kindern zu tun hat, weiß, dass ein gewisses Restrisiko niemals ausgeschlossen werden kann. Im schlimmsten Falle muss man sogar mit einem Krankenhausaufenthalt rechnen. Jedes dritte Kind in Deutschland, das Bissverletzungen erlitten hat, muss stationär behandelt werden.

Es ist daher umso wichtiger, dass man seinen Nachwuchs gut versorgt weiß. Eine private Zusatzversicherung kann hier Rückendeckung geben – und das für schon weniger als vier Euro im Monat. So bekommen Kinder die bestmögliche medizinische Betreuung – angefangen von der Chefarztbehandlung bis hin zu Übernachtungsmöglichkeiten der Eltern in Kliniknähe.

Fünf Tipps zum Umgang mit dem eigenen Hund

Lassen Sie Kind und Hund nie unbeaufsichtigt – gleich, wie gut das Verhältnis zwischen den Beiden sonst auch ist.

Klare Regeln sind wichtig – sowohl für den Hund als auch für das Kind. Zum Beispiel müssen Kinder lernen, dass Hunde beim Fressen oder Schlafen nicht gestört werden dürfen.

Den Hund nicht erschrecken oder bedrängen und seine Rückzugsmöglichkeiten akzeptieren.

Ein Hund ist nicht immer gleich aufgelegt und mag nicht jederzeit spielen. Kinder sollten das respektieren.

Was tun, wenn Kinder Angst vor Hunden haben?

Umgehen Sie das Thema „Hund“ nicht – es ist fast unmöglich, im Alltag nicht auf die Tiere zu treffen.

Häufig überträgt sich Angst von einem Elternteil auf das Kind. Vorbild sein!

Hunde reagieren auf Bewegung. Daher an Hunden ruhig vorbei gehen und auch nicht davonrennen.

Viele Hunde deuten direkten Blickkontakt als Aggression. Hunden daher nicht längere Zeit in die Augen sehen oder sie anstarren.

Auf keinen Fall ein Kind zwingen, sich mit einem Hund zu beschäftigen.



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