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Fast jeder Mensch ab 65 Jahre hat eine Linsentrübung / Experten empfehlen regelmäßig Sehtest

Ein Drittel blickt echt nicht durch…

Rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung sieht schlecht. Das hat das Kuratorium Gutes Sehen herausgefunden. In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach gaben 20 Prozent der Nicht-Brillenträger und knapp 30 Prozent der Brillenträger zu, dass sie einen Sehtest nach eigener Einschätzung vermutlich nicht bestehen.

veröffentlicht am 02.02.2011 um 17:29 Uhr

Autofahrer – und vor allem die älteren unter ihnen – sollten alle zwei Jahre zum Sehtest, so Experten.

Ab dem 40. Lebensjahr lässt die Sehschärfe nach“, weiß Dr. Ulrike Roth. Die TÜV-Rheinland-Expertin für Arbeitsmedizin empfiehlt Autofahrern, mindestens alle zwei Jahre einen Sehtest durchzuführen. „Der Mensch nimmt 85 Prozent seiner Informationen mit dem Auge auf. Gerade im Straßenverkehr sind wir auf perfektes Sehen angewiesen. Deshalb sollten wir uns um unsere Sehfähigkeit besonders kümmern – zur Sicherheit aller“, meint Dr. Roth.

Eine der häufigsten Augenerkrankungen ist der Graue Star, der unmerklich entsteht. Die schleichende Eintrübung der Linse führt zu einer diffusen Lichtbrechung, die vor allem nachts fatale Folgen haben kann. Die Anpassungsfähigkeit des Auges an helle und dunkle Umgebungen lässt nach, Kontraste lassen sich schlechter erkennen, Entfernungen schlechter einschätzen. Die Scheinwerfer des Gegenverkehrs blenden. „In Europa ist der Graue Star eine Alterserkrankung. Es ist davon auszugehen, dass fast jeder Mensch mit 65 Jahren eine mehr oder weniger ausgeprägte Linsentrübung hat, in Einzelfällen können aber auch schon 50-Jährige betroffen sein“, weiß Dr. Roth. Daher rät die Medizinerin allen Autofahrern über 40, mindestens alle drei Jahre einen Augenarzt aufzusuchen. „Nur der Arzt hat die Instrumente und das Know-how, um den Grauen Star oder andere Augenerkrankungen wie zum Beispiel eine Degeneration der Netzhaut zu erkennen.“

Arbeitnehmer mit Bildschirmarbeitsplätzen haben die Gelegenheit, im Rahmen einer arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung regelmäßig ihre Sehschärfe überprüfen lassen. „Eine der häufigsten Ursachen für Verspannungen der Halswirbelsäule ist eine nicht oder falsch korrigierte Fehlsichtigkeit, insbesondere im Nahbereich“, erläutert Dr. Roth.



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