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Eine aktuelle Studie belegt die steigenden Kosten durch Bauschäden

Die Risiken minimieren

Statistisch gesehen gibt es keinen Neubau ohne Mängel – rund 18 Mängel pro Bauprojekt beobachtet beispielsweise der Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) im Durchschnitt bei jedem Neubauvorhaben. Eine aktuelle Studie des BSB ergab zudem eine deutliche Steigerung der Kosten durch Bauschäden.

veröffentlicht am 18.04.2015 um 03:39 Uhr

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Das Ergebnis der Untersuchung, die mit knapp 5 000 Fällen eine sehr gute Datenbasis besitzt: Lagen die durchschnittlichen Bauschadenskosten im Jahr 2002 noch bei 33 000 Euro, so haben sie sich mit aktuell 67 000 Euro mehr als verdoppelt. Das finanzielle Risiko für Bauherren zeigt sich auch in den Streitwerten von Baurechtsstreitigkeiten, die in der Studie durchschnittlich bei 42 000 Euro lagen.

Je komplexer das Haus, desto mehr Fehler

„Höhere Anforderungen an die energetische Qualität, mehr Haustechnik, die hohe Luftdichtheit der Gebäudehülle“ – darin sieht Rechtsanwalt Peter Mauel, 1. Vorsitzender des BSB, wichtige Gründe für die Steigerung der Schadenskosten. Je komplexer ein Haus werde, desto mehr Fehlermöglichkeiten gebe es naturgemäß. „Der Bauherr ist in der Regel Baulaie und kann meist nicht beurteilen, ob alle Bauleistungen vertragsgerecht ausgeführt werden oder wo es zu Mängeln kommt“, so Mauel. Er empfiehlt daher die baubegleitende Qualitätskontrolle durch einen unabhängigen Sachverständigen.

„Die baubegleitende Qualitätskontrolle ist eines der Kernprodukte der Verbraucherschutzorganisation BSB“, betont Peter Mauel. Der jeweilige Bauherrenberater besuche die Baustelle regelmäßig und kontrolliere die Ausführung der Arbeiten. „Damit können Schäden frühzeitig festgestellt und beseitigt werden“, so Mauel. Seien Mängel erst einmal überbaut, wären Aufwand und Kosten für ihre Beseitigung wesentlich höher.

Er gibt außerdem zu bedenken: „Baumängel entstehen nicht nur auf der Baustelle, sondern oft schon viel früher.“ So ist laut der Analyse des BSB zur „Entwicklung der Bauschäden und Bauschadenskosten“ weniger als die Hälfte der Fehler in der Bauausführung begründet. 21 Prozent waren bereits auf Fehler in der Planung zurückzuführen, in 25 Prozent der Fälle lag die Fehlerquelle bei der Bauleitung. Materialfehler waren in sechs Prozent der Fälle als Ursache auszumachen.

Mehr Informationen zum sicheren Bauen und Modernisieren sowie Infos zur aktuellen Studie und Adressen von Bauherrenberatern gibt es unter www.bsb-ev.de.



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