weather-image
25°
Wer sich an Regeln hält, kann sich auch mal einen „Schlemmertag“ gönnen

Diabetes Typ 2: Das Leben damit kann so leicht sein

Was und wie viel sie essen, ist für Typ-2-Diabetiker ein großes Thema. Die Zeiten, in denen Patienten strenge Diätpläne einhalten sollten, sind jedoch vorbei. Inzwischen unterscheidet sich eine diabetesgerechte Kost nicht mehr von der ausgewogenen Ernährung eines Gesunden.

veröffentlicht am 13.08.2012 um 16:18 Uhr

270_008_5753198_ALT_103_1608_diabetes_behandeln_de_A_d_M.jpg

Generell wird eine kalorienbewusste Mischkost mit rund 1600 Kalorien am Tag empfohlen. Wer den Überblick über seine Nahrungszufuhr behält, muss dabei auf nichts verzichten. Wird zum Beispiel das Abendbrot mit Tomate und Gurke statt Wurst und Käse belegt, können stattdessen zwei Riegel Schokolade genossen werden.

Selbst Braten, Knödel, Sahnetorte und Eis müssen kein Tabu sein. Wer sich nach einem „Schlemmertag“ wieder gesund ernährt, kann die gewünschte Kalorienmenge pro Woche durchaus einhalten. Zurückhaltung ist dagegen bei alkoholischen Getränken geboten, die viele Kohlenhydrate enthalten und Schwankungen des Zuckerspiegels begünstigen können. Dabei ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr generell wichtig. Um eine ausreichende Ausscheidung des Zuckers über die Nieren zu gewährleisten, sollten täglich bis zu zwei Liter – etwa Tee, Kaffee und Wasser – getrunken werden.

Im Rahmen eines gesundheitsfördernden Lebensstils sollte regelmäßige Bewegung zum Alltag eines Diabetikers gehören. Vor allem Patienten, die abnehmen möchten, können damit den Energieverbrauch steigern und den Blutzucker positiv beeinflussen.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, kommen Medikamente zum Einsatz. „Die sogenannten DPP-4-Hemmer, wie beispielsweise Sitagliptin in Januvia, regulieren die Insulinausschüttung abhängig vom jeweiligen Blutzuckerspiegel“, erklärt Professor Dr. Stephan Jacob. „Nur wenn dieser – etwa durch Nahrungsaufnahme – steigt, wird Insulin freigesetzt“, erklärt der Diabetologe aus Villingen-Schwenningen. So würde die Blutzuckerkontrolle verbessert und das Risiko für Unterzuckerungen deutlich reduziert.

Ernährungstipps

In Deutschland wird gern gegrillt. Diese Zubereitungsart ist besonders kalorienarm, denn das im Grillgut enthaltene Fett schmilzt in der Hitze und fließt ab. Diabetiker sollten ein paar zusätzliche Tipps beachten:

- Verwenden Sie mageres rotes Fleisch ohne Fettrand, Puten- und Hähnchenbrust oder Fisch.

- Verzichten Sie auf ölige Marinaden, legen Sie mageres Fleisch lieber in Joghurt ein.

- Wählen Sie als Beilage Nudelsalat mit frischem Gemüse statt Kartoffelsalat mit Mayonnaise.

- Verwenden Sie Grillpfannen aus Aluminium, damit keine krebserregenden Stoffe entstehen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare