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Pflegende Angehörige sind besonders gefordert – für sich und ihr Familienmitglied / Ratgeber der GUVH

Depression im Alter bleibt oft unerkannt

Wenn ein betagter Pflegebedürftiger schwermütig und antriebslos wirkt oder sich völlig zurückzieht, sind dies oft Symptome einer depressiven Erkrankung. Bei älteren Menschen wird sie oft nicht erkannt. Das stellt auch die Angehörigen vor Probleme. Die Frage ist also: Wie erkennen pflegende Angehörige eine Depression?

veröffentlicht am 01.02.2012 um 11:22 Uhr

Die neue Ausgabe des Pflegeinfobriefes „Zu Hause pflegen –

bleiben Sie gesund!“ des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Hannover (GUVH) behandelt dieses sensible Thema. Das Problem: Angehörige der pflegebedürftigen Menschen erkennen eine Depression oft nur schwer oder gar nicht, sie sind angewiesen auf ihre Menschenkenntnis und Beobachtungsgabe. Diese Hürde müssen sie erst nehmen. Aber wie geht es dann weiter?

Zum Beispiel mit einem Termin bei einem kommunalen psychiatrischen Dienst. Oder mit einem Besuch beim Hausarzt, der im Anschluss an die Diagnose auch bei der Suche nach einem Facharzt hilft. Wichtig ist, dass die Familie in dieser oft lang andauernden und belastenden Phase Freunde und Verwandte hat, die sich kümmern, zum Beispiel mit Anrufen und Besuchen. Diese Unterstützung hilft der pflegenden Person ebenso wie der pflegebedürftigen. Das Leben sollte nicht erstarren, sondern dann durchaus Abwechslung bieten.

Die meisten Menschen möchten ihren Lebensabend in der eigenen Wohnung verbringen. Manchmal aber ist ein Umzug in ein Pflegeheim unumgänglich. Das ist eine sehr schwierige Situation für alle Beteiligten. Der Pflegebrief gibt Hinweise, wie Pflegende ihrem Angehörigen den Übergang ins Heim erleichtern können, etwa durch die zeitige Auswahl in Frage kommender Häuser, durch Besuche in mehreren Häusern oder durch gezielte Fragen an die Heimleitung zur Qualifikation von Pflegekräften und Therapeuten. Eine gute Basis für die Entscheidung ist ein Probewohnen, etwa im Rahmen einer Kurzzeitpflege während eines Urlaubs des pflegenden Angehörigen.

Weitere Themen in dem Ratgeber „Zu Hause pflegen – bleiben Sie gesund!“ sind Druckgeschwüre, die auch in der häuslichen Pflege zu einem Problem werden können. Tipps gibt es auch zum Impfschutz.

Der Infobrief kann im Internet unter www.guvh.de/leistungen/pflege/index.php heruntergeladen werden.



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