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Deutschland soll Vorreiter sein

Älteren Menschen gehört die Zukunft: Ihr Markt wächst

Älteren Menschen gehört die Zukunft: Der Anteil der über 50-Jährigen am Konsum wird 2035 bei 58 Prozent liegen. Das ergab eine Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die über 65-Jährigen haben das höchste Wachstumspotenzial. Ihr Anteil am Gesamtkonsum steigt von knapp 18 Prozent auf etwas über 26 Prozent bis 2035 und erhöht sich damit um fast die Hälfte. Bereits heute haben die über 50-Jährigen bei allen Konsumgütern einen Anteil von mindestens 45 Prozent, bei Nahrungsmitteln, Bekleidung und Reisen ist es fast die Hälfte.

veröffentlicht am 08.05.2009 um 06:18 Uhr

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Der deutsche Seniorenmarkt wird sich in Zukunft innerhalb Europas als erster hoch dynamisch entwickeln. Das Bundesministerium sieht diese Vorreiterrolle im Zuge des demografischen Wandels in anderen Ländern als Wettbewerbsvorteil im zunehmend internationaleren Markt für Seniorenprodukte.

Die Experten sind sicher: Wird die Nachfrage der Seniorinnen und Senioren nach neuen Produkten bei Unternehmen noch deutlich spürbarer, wird sich dies zunehmend in den Innovations- und Forschungsanstrengungen von Unternehmen niederschlagen und positive Wachstumsimpulse setzen.

„Unternehmen stellen sich zunehmend auf den demografischen Wandel ein, aber insgesamt steckt der Seniorenmarkt in den Kinderschuhen“, sagt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Produktentwicklung und Marketing stehen vor der Herausforderung, auf die Bedürfnisse einer Seniorengeneration einzugehen, die auf über 40 Jahre Konsumerfahrung und ein hohes Aktivitätsniveau zurückblickt. Als ein Beispiel wird hier die Zielgruppe der Männer aufgeführt, die überdurchschnittlich viele Porsche- und Harley-Davidson-Fahrer aufweist, aber auch mit ihren altersbedingten Einschränkungen ernst genommen werden will.

Laut dem Bundesministerium gibt es bereits Vorreiterunternehmen, wie zum Beispiel in den Bereichen Körper- und Gesundheitspflege, Touristik, Banken und Versicherungen, Automobil, aber auch Möbel- und Haushaltsgeräte, die ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio sowie die Kundenansprache bereits erfolgreich auf die Bedürfnisse der Älteren ausrichten.

Wie die Experten kritisieren, werden die Potenziale des Seniorenmarktes noch nicht in allen Branchen und nicht von der Breite der Unternehmen ausgeschöpft. So können beispielsweise auch bereits laufende Experimente mit spezialisierten Warenhäusern und Supermärkten für Seniorinnen und Senioren nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Einzelhandel noch unausgeschöpfte Potenziale aufweist.

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