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Haushaltsansätze für notwendiges Material

Personell ist Feuerwehr gut aufgestellt

COPPENBRÜGGE. Gemeindebrandmeister Walter Schnüll stellte der Wehr des Fleckens ein exzellentes Zeugnis aus: Die Wehr der kleinste Gemeinde im Landkreis habe eine sehr gute Besetzung.

veröffentlicht am 01.12.2017 um 14:23 Uhr
aktualisiert am 07.12.2017 um 12:45 Uhr

Der Digitalfunk für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten wird in Niedersachsen flächendeckend eingeführt – und verursacht entsprechende Kosten vor Ort.
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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So kann der Flecken Coppenbrügge zwölf Ortswehren, davon zwei Stützpunktwehren, drei Feuerwehrmusikzüge, sieben Jugend- und zwei Kinderfeuerwehren aufweisen. Mit der Man-Power sei man also gut aufgestellt, so Schnüll. Doch brauchten die Feuerwehrleute neben ihrem Engagement für das Gemeinwohl auch gutes Material. Und das kostet Geld, wie die Haushaltsansätze für 2018 zeigten, die Anja Hölscher von der Finanzabteilung im jüngsten Ausschuss für Feuerschutz, öffentliche Sicherheit und Ordnung erläuterte.

So beläuft sich der Zuschussbedarf der Wehren laut Coppenbrügger Haushaltsplan-Entwurf für 2018 auf insgesamt 259 400 Euro. Das sind 12 600 Euro mehr als im Vorjahr, erklärte Anja Hölscher. Mit Blick auf die zu geringen Erträge müsse man „vielleicht noch mal an die Gebührensätze ran,“ kündigte die Finanz-Fachfrau der Gemeinde an.

Die Abschreibungen an Feuerwehrausrüstungen in Coppenbrügge sind für das kommende Jahr mit 85 800 Euro veranschlagt. Rund 160 000 Euro sind für Fahrzeug- und Gebäude- und Ausrüstungsunterhalt angesetzt. Dazu kommen 66 000 Euro für die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für Bessingen, 15 000 Euro kostet eine neue Spritze für Marienau. Für die Einrichtung modernen Digitalfunks sind im Wehr-Etat 14 000 Euro angesetzt.

Bei diesen Neuanschaffungen zeigt ein Blick auf das Alter der Feuerwehr-Fahrzeuge und der Tragkraftspitzen in den Wehren des Fleckens, dass auf die Gemeinde in den kommenden Haushaltsjahren noch manche Ausgabe zukommen wird. So hat das Feuerwehrfahrzeug in Bisperode bereits 31 Jahre auf den Rädern. 29 Jahre ist das Einsatzfahrzeug in Dörpe und 27 Jahre in Coppenbrügge alt. Und die Herkenser löschen mit einem 26 Jahre alten Fahrzeug. Während in Marienau die 33 Jahre alte Spritze 2018 erneuert werden soll, ist die Coppenbrügger Spritze dann 30 Jahre alt.

Wie nötig die Neuanschaffungen sind, zeigt das 27 Jahre alte Bessinger Fahrzeug, das jetzt ersetzt wird. Der Veteran sei bereits mehrfach bei Einsätzen liegen geblieben, wurde der Kommunalaufsicht als Investitionsbegründung mitgeteilt.

Ehrenbrandmeister für Coppenbrügge vorgeschlagen

Seit Beginn des Jahres 1996 bis zum November 2005 war der Bessinger Walter Schnüll stellvertretender Gemeindebrandmeister, von 2005 bis zum 30. November dieses Jahres Gemeindebrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr des Fleckens Coppenbrügge. Nachdem das Kommando der Gemeindefeuerwehr bereits zuvor vorgeschlagen hatte, Walter Schnüll den Titel des Ehrengemeindebrandmeisters zuzuerkennen, hat dem jetzt auch der Ausschuss für Feuerschutz des Fleckens zugestimmt. Über die Verleihung der Bezeichnung entscheidet der Rat in seiner kommenden Sitzung.

Gemäß den „Richtlinien über offizielle Ehrungen im Flecken Coppenbrügge kann langjährigen Brandmeistern für besondere Verdienste diese Ehrenbezeichnung zugebilligt werden. Das Mindestalter für eine Verleihung beträgt 50 Jahre, eine durchgängige Amtsträgerschaft von mindestens 18 Jahrenist notwendig. Dabei werden auch die Zeiten als Brandmeister-Vertreter angerechnet.

Walter Schnüll ist bereits aus seiner Position als Gemeindebrandmeister entlassen worden und legte jetzt bei der Feuerschutz-Ausschuss-Sitzung seinen letzten Rechenschaftsbericht ab. Er kündigte an, „auch künftig ein wachsames Auge auf Coppenbrügges Feuerwehr zu haben“ und warnte vor künftigen Versuchen, im Feuerwehrbereich Einsparungen vorzunehmen; zur Möglichkeit, Fahrzeuge und Gerät zu leasen meinte er: „Das wird allens nur teurer.“ Walter Schnülls Nachfolger ist Hagen Bruns.

Eine einstimmige Empfehlung des Feuerwehrausschusses fand auch der Vorschlag des Ortskommandos der Ortsfeuerwehr Marienau, Dirk Stoffregen zum Ehrenortsbrandmeister zu ernennen. Dirk Stoffregen war von 1997 bis 1999 stellvertretender Ortsbrandmeister und von 1999 bis zum 31. März des Jahres Ortsbrandmeister der der Ortsfeuerwehr Marienau. Am 1. Februar kommenden Jahres vollendet Stoffregen sein 50. Lebensjahr und erfüllt damit ebenfalls die Voraussetzungen der Richtlinien. Die feierliche Ernennung soll auf der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Marienau am 10. Februar erfolgen. joa

Lesen Sie am kommenden Dienstag, ob die Feuerwehr Eichenborn eine Zukunft hat.

Information

Neues Fahrzeug

In Dörpe ist zwei Tage vor Heiligabend Bescherung für die Freiwillige Feuerwehr. Dann nämlich wird das neue Tanklöschfahrzeug ausgeliefert und kann in Görlitz abgeholt werden. Das wurde in der Sitzung für Feuerschutz des Fleckens Coppenbrügge mitgeteilt. Die offizielle Übergabe soll dann am 17. Januar erfolgen. „Damit sind dann alle Beschaffungen für dieses Jahr erledigt“, vermeldete der scheidenden Gemeindebrandmeister Walter Schnüll der Politik.joa



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