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Das wirft bei der FDP Fragen auf

Feuerwehr will Drohnenstaffel gründen

HAMELN. Die Kreisfeuerwehr Hameln-Pyrmont will eine Drohnenstaffel gründen. Bisher sind zwei Drohnen im Einsatz. Die beiden zuständigen Feuerwehrleute sollen die Staffel aufbauen. Mögliche Einsatzszenarien seien: Gefahrgutunfälle, Großschadenlagen oder Personensuchen Bei der FDP werfen die Pläne Fragen auf.

veröffentlicht am 30.08.2017 um 18:40 Uhr
aktualisiert am 07.12.2017 um 12:49 Uhr

So oder so ähnlich wie diese Drohne der Feuerwehr in Cloppenburg könnten die Drohnen aussehen, welche künftig die von der Kreisfeuerwehr Hameln-Pyrmont geplante Drohnenstaffel bilden sollen. Drohnen können etwa zur Personensuche und für Gefahrguteins
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Kaum ist die eine Frage beantwortet, stehen schon wieder die nächsten Fragen im Raum. Es geht um Datenschutz und Persönlichkeitsrechte. Nein, eine Drohne der Stadtverwaltung war es nicht, die beim diesjährigen Osterfeuer in Tündern über den Köpfen der Besucher schwebte. Dies hatte die Ratsfraktion der FDP dazu veranlasst, eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung zu richten (wir berichteten). Tatsächlich hat die Stadtverwaltung gar keine Drohne, wie ihre Vertreter am Dienstag im Ausschuss für Recht und Sicherheit erklärten. Die Kreisfeuerwehr Hameln-Pyrmont allerdings schon. Sie will jetzt sogar eine ganze Drohnenstaffel gründen. Dies wirft bei der FDP neue Fragen auf.

Nun ist die sogenannte Staffel allerdings recht überschaubar. Aus zwei Drohnen beziehungsweise zwei Mann soll sie bestehen. Derzeit sind die beiden Feuerwehrkameraden Kai Usadel und Jörg Grabandt als Steuermänner in der erforderlichen Aufstiegsgenehmigung genannt. Sie verfügen über jeweils eine Drohne und sollen die noch zu gründende Drohnenstaffel bilden.

Grabandts Drohne sei bereits mehrfach bei Übungen und Einsätzen geflogen – mit großem Erfolg. So steht es zumindest in der Beschlussvorlage, die am morgigen Freitag im Kreisausschuss für Feuerwehr und Rettungsdienst diskutiert werden soll. Finanziert werden soll die Staffel über die Auszahlung einer jährlichen Aufwandsentschädigung in Höhe von 2400 Euro. Damit ließen sich alle Kosten rund um den Einsatz von mindestens zwei Drohnen finanzieren. Die Kosten sollen auf den Landkreis und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden verteilt werden, sodass für jede Kommune pro Jahr 270 Euro anfallen würden.

Mögliche Einsatzszenarien sind laut Jörg Grabandt etwa Gefahrgutunfälle, Großschadenlagen, wie etwa Hochwasser, oder Personensuchen. In allen Fällen gehe es darum, sich mittels einer Drohne eine Übersicht zu verschaffen, wie es anders nur schwer oder gar nicht möglich wäre. Für Rüdiger Zemlin von der Ratsfraktion der FDP stellen sich damit viele neue Fragen, die er in der Sitzung des Ausschusses für Recht und Sicherheit am Dienstag in den Raum stellte: Wann dürfen die Feuerwehr-Drohnen zum Einsatz kommen? Ohne Erlaubnis nur bei Not- und Unglücksfällen, wie die Stadtverwaltung im Ausschuss mitteilte, oder auch zu Übungszecken, wie es in der Kreisvorlage heißt? Wann sind Übungsflüge erlaubt? Was geschieht mit den Aufnahmen? Werden die Daten nach den Drohneneinsätzen vernichtet?

Für diese Fragen hält Zemlin eine vom Landrat vorgegebene Verwaltungsanordnung für erforderlich – zur Kontrolle. „Der Bürger muss geschützt werden“, so Zemlin.

Die von der Kreisfeuerwehr Hameln-Pyrmont geplante Gründung einer Drohnenstaffel wird am morgigen Freitag ab 14.30 Uhr den Kreisausschuss für Feuerwehr und Rettungsdienst beschäftigen. Die öffentliche Sitzung findet im Depot des Kreisverbands des Deutschen Roten Kreuzes (Am Damm 2) statt.

Weiter unklar bleibt jedoch, um was für eine Drohne es sich beim Osterfeuer in Tündern gehandelt hat. Weder die Kreisfeuerwehr noch die Ortsfeuerwehr habe dort eine Drohne im Einsatz gehabt,
so Jörg Grabandt in seiner Funktion als Medienbetreuer der Kreisfeuerwehr und Tünderns Ortsbrandmeister Horst Tuckfeld auf Anfrage der Dewezet.



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