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100 000 Euro sollen für Anschaffung eines neues Fahrzeuges zur Verfügung gestellt werden

Bald Feuerwehr mit Löschwasser?

HESSISCH OLDENDORF/BARKSEN. Wenn die Freiwillige Feuerwehr Barksen künftig zu Bränden fährt, hat sie das Wichtigste wahrscheinlich gleich mit an Bord: Wasser. Derzeit laufen nämlich Gespräche, eine Summe von 100 000 Euro zur Verfügung zu stellen, um so die Sicherheit der Bürger zu erhöhen.

veröffentlicht am 21.11.2017 um 18:10 Uhr
aktualisiert am 07.12.2017 um 12:52 Uhr

Foto: Schlingmann
Johanna Lindermann

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Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite
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Doch von Anfang an: Bislang ist in Barksen ein Fahrzeug im Einsatz, das kein Löschwasser mitführen kann. Brennt es, müssen die Feuerwehrkameraden daher erst einen Hydranten finden und das Wasser über Schläuche zum Brandort transportieren. Mit einem sogenannten TSFW (kurz für Tragkraftspitzenfahrzeug mit Löschwasserbehälter) könnte sich das nun ändern, sodass Brände schneller bekämpft werden können.

Die Gruppe von SPD und Grünen hatte beantragt, zusätzlich zum Feuerwehrbudget Finanzspritze von 100 000 Euro auszuzahlen, um ein solches Fahrzeug zu beschaffen.. Auch die Gruppe aus CDU, FDP und den Unabhängigen unterstützte diesen Antrag. Am Montag sprach sich nun auch der Ausschuss für Bau, Umwelt-, Feuerschutz und Energiemanagement einstimmig dafür aus, die außerplanmäßige Summe zu investieren.

Aufgrund der Nähe zur Kernstadt könnte die Freiwillige Feuerwehr Barksen mit diesem Fahrzeug auch Einsätze dort besser unterstützen, sagt Stadtbrandmeister Karsten Redeker. Das neue Fahrzeug hätte mehrere Vorteile. Zum Beispiel könne hier das Löschwasser direkt mitgeführt werden. „Das erspart erheblich Zeit“, sagt Redeker. „Sonst muss erst ein Hydrant gefunden werden, der natürlich nicht immer am Brandort steht, sondern auch schon mal 100 Meter weiter.“

Zudem verfüge das neue Fahrzeug über eine größere Gruppenkabine, sodass sich zwei Kameraden gleichzeitig bereits während der Fahrt zum Einsatzort mit Atemschutz ausstatten könnten. Das spare abermals Zeit, sodass die Sicherheit für die Bürger erhöht werden könne.

Die Frage aus dem Ausschuss, ob für das neue Fahrzeug auch Umbauten am Feuerwehrhaus und der Garage in Barksen notwendig seien, verneinte Redeker. Einzig die Torbreite entspreche nicht den Sicherheitsbedingungen, doch das sei bei vielen Feuerwehrhäusern im Stadtgebiet der Fall. Wichtiger als ein Umbau sei aber zunächst die richtige Ausrüstung für den Brandschutz durch das neue Fahrzeug, sagt der Stadtbrandmeister. „Es ist entscheidend, dass die Hilfe beim Bürger ankommt. Die Sicherheit steht an erster Stelle.“

Am 30. November muss nun noch der Hessisch Oldendorfer Stadtrat über die außerplanmäßige Auszahlung der 100 000 Euro entscheiden.

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