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Schloss Windsor

Queen bleibt an ihrem 95. Geburtstag zu Hause

Nach dem Tod ihres Mannes Prinz Philip begeht die Queen ihren Geburtstag in aller Stille auf Schloss Windsor. Prinz Harry ist unterdessen schon wieder in die USA zurückgekehrt. Kam es zur Aussöhnung?

veröffentlicht am 21.04.2021 um 18:29 Uhr

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Weder Kanonenschüsse noch ein offizielles Geburtstagsfoto: Die britische Königin Elizabeth II. hat ihren 95. Geburtstag am Mittwoch auf Schloss Windsor verbracht.

«In diesem Jahr bleibt die Queen auf Schloss Windsor während einer royalen Trauerzeit nach dem Tod des Herzogs von Edinburgh», hieß es auf dem offiziellen Twitter-Account der Königsfamilie. Auf einem Foto war die Monarchin lächelnd mit purpurnem Hut zu sehen - offenbar ein Archivbild. Ein eigens für den Anlass gemachtes Porträtfoto der Queen wie sonst üblich gab es dieses Mal genauso wenig wie den traditionellen Kanonensalut.

Die Königin bedankte sich aber in einer sehr persönlich wirkenden Mitteilung für die guten Wünsche zum Geburtstag. «Ich schätze das», wurde sie zitiert. Dankbar zeigte sie sich auch für die Beileidsbekundungen zum Tod ihres Mannes Prinz Philip. «Während wir uns als Familie in einer Phase großer Traurigkeit befinden, war es ein großer Trost für uns, all die Würdigungen für meinen Mann zu hören», so die Monarchin.

Philip war am 9. April im Alter von 99 Jahren gestorben. Er wurde am Samstag in einer Trauerfeier auf Schloss Windsor beigesetzt. Die Queen hatte zwei Wochen Trauer für die Royals angeordnet. Laut Nachrichtenagentur PA wollte sie ihren Geburtstag im bescheidenen Rahmen mit einigen Familienmitgliedern begehen.

Prinz Harry war allerdings nach dpa-Informationen spätestens am Mittwoch bereits wieder an seinem Wohnort in den USA eingetroffen. Der 36-Jährige war in der vergangenen Woche zu der Trauerfeier aus Kalifornien angereist, wo er inzwischen mit seiner Frau Herzogin Meghan (39) und dem gemeinsamen Sohn Archie (1) lebt.

Die beiden hatten sich vor etwas mehr als einem Jahr aus dem engeren Kreis der Königsfamilie verabschiedet und angekündigt, finanziell unabhängig zu werden. Die schwangere Meghan war auf Anraten ihres Arztes in den USA geblieben.

Es hatte Spekulationen gegeben, dass Harry zumindest über den Geburtstag seiner Großmutter Queen Elizabeth II. noch in Windsor bleiben könnte.

Unklar blieb, ob es zwischen Harry und anderen Familienmitgliedern zu einer Aussöhnung gekommen ist. Harry und Meghan hatten sich mit dem Rest der Königsfamilie überworfen. Im Mittelpunkt des Streits stehen in einem TV-Interview vorgebrachte Vorwürfe des Paares über mangelnde Rücksichtnahme und sogar rassistische Äußerungen innerhalb der Familie. Meghan hat teilweise afroamerikanische Wurzeln.

Zu den Gratulanten der Queen am Mittwoch gehörte auch Premierminister Boris Johnson, der seine Glückwünsche per Twitter überbrachte. «Ich hatte schon immer die höchste Bewunderung für Ihre Majestät und ihren Dienst an diesem Land und dem Commonwealth», so der konservative Politiker.

Schon im vergangenen Jahr hatte die Queen wegen der Pandemie auf die üblichen Kanonenschüsse zu ihrem Geburtstag verzichtet. Das sei «nicht angemessen», befand sie. Und selbst im Juni, wenn der Geburtstag der Monarchin traditionell mit einer farbenfrohen Parade «Trooping the Colour» im Stadtzentrum Londons gefeiert wird, wird es in diesem Jahr nichts zu sehen geben.

Das Spektakel, an dessen Ende sich die Royals eigentlich immer auf dem Balkon des Buckingham-Palasts der jubelnden Menge präsentieren, wurde coronabedingt abgesagt. Allenfalls eine stark verkleinerte Parade in Windsor könnte es wohl geben.

Die Briten, die zuletzt 2016 zum 90. Geburtstag ihrer Königin eine Feier mit großem royalem Pomp bewundern durften, müssen sich wohl noch etwas gedulden, bevor sie ihre Queen ein nächstes Mal feiern dürfen. Im nächsten Jahr steht ihr 70. Thronjubiläum an.



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