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Fünf Monate nach dem Bericht: Vorschläge der CDU stoßen auf Ablehnung

Zähes Ringen um schöneren Bahnhof

Rinteln (pk). Im Juli hat sich der Rintelner CDU-Ortsverband direkt vor Ort ein Bild vom Zustand des Bahnhofsgebäudes und -geländes gemacht – und hatte infolgedessen einiges zu beanstanden: Gleisausbau, Gebäudenutzung, Unterführung, Fahrradboxen und Vandalismus waren die Kritikpunkte, die die Christdemokraten umtrieben. Schon vorab hatte der Verbandsvorsitzende Sebastian Westphal Gespräche mit den jeweiligen Eigentümern geführt. Schon damals sprach Westphal diesbezüglich von einem „sehr zähen Ringen“. In der Zwischenzeit haben weitere Gespräche stattgefunden.

veröffentlicht am 14.12.2011 um 00:00 Uhr

Unserer Zeitung gegenüber berichtet Sebastian Westphal, dass sich das Bahnhofsgebäude in Besitz einer Immobilienfirma aus Hessen befindet. „Die würde das Gebäude am liebsten verkaufen“, sagt Westphal. Die Firma suche vorzugsweise einen Käufer, statt Mieter. Vor diesem Hintergrund sei es der Immobilienfirma im Grunde gleichgültig, wie es bis dahin um das Gebäude bestellt sei.

Allerdings stehe Westphals Informationen zufolge in der Firma im kommenden Jahr eine Umstrukturierung an. „Dann, so sagte man mir, könne das Interesse am Bahnhof in Rinteln vielleicht wieder stärker in den Fokus rücken“, so der Christdemokrat.

Der Vorschlag der Rintelner CDU, die Züge auf dem Hausgleis direkt am Bahnhofsgebäude halten zu lassen, um so den Gang durch die häufig verschmutzte Unterführung überflüssig zu machen, stieß bei der Eigentümerin DB-Netz auf Ablehnung. Sie sei auf beide Gleise angewiesen, da es sich in Rinteln um einen sogenannten Ausgleichsbahnhof handele, zudem solle das Hausgleis weiterhin von der Dampfeisenbahn genutzt werden, habe man Westphal gesagt.

Eine Brücke, die über die Gleise hinwegführe, wie außerdem von der CDU angedacht, könne wohl auch nicht realisiert werden.

Schließlich müsse die Brücke rollstuhltauglich sein, was entweder eine lange Rampe oder einen Fahrstuhl erfordere. Allerdings wären die dafür anfallenden Kosten zu hoch. Ebenfalls abgelehnt worden sei der CDU-Vorschlag, den kleinen Weg, der rechts am Bahnhofsgebäude vorbei zu den Gleisen führt, als Zugangsweg zu nutzen und mit einer Fußgängerschranke zu versehen. „Die Bahn hat dabei verkehrssicherheitliche Bedenken“, so Westphal.

Darüber hinaus wolle die CDU klären, wer für die Instandhaltung des denkmalgeschützten Wasserturms zuständig ist: der Pächter, die Stadt oder Landkreis. Erklärter Wunsch der CDU ist es, den Wasserturm in Zukunft sinnvoll nutzen zu lassen, beispielsweise gastronomisch, und somit aufzuwerten.

Auch wenn es sich um einen zähen Prozess handele, wolle die CDU auch im kommenden Jahr am Ball bleiben, die Gespräche fortsetzen und nach einvernehmlichen Lösungen suchen.



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