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Experten sagen: An manchen Orten leben sogar doppelt so viele Nagetiere wie Menschen

Wir teilen uns die Städte mit unzähligen Ratten

Berlin. Plötzlich huscht etwas Kleines über die Straße. Für eine Maus ist es zu groß und der Schwanz ist viel zu lang. Das ist doch nicht etwa ...? Doch, eine Ratte! In Städten bekommt man die Nager immer wieder mal zu Gesicht. Denn dort finden sie alles, was sie zum Leben brauchen.

veröffentlicht am 10.07.2013 um 06:00 Uhr

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Ratten werden geliebt und gehasst: Die einen finden die schwarzen Knopfaugen super-süß. Die anderen ekeln sich tierisch vor dem langen, nackten Schwanz. Ganz egal, was du von Ratten hältst – sie leben ganz in deiner Nähe. Denn überall, wo Menschen sind, fühlen Ratten sich tierisch wohl.

Die Nagetiere leben zum Beispiel mit uns in unseren Städten. Dort trifft man vor allem die Wanderratte an. In Kellern, Höfen oder in der Kanalisation. Immer wieder mal wird behauptet, in großen Städten wie Hamburg oder Berlin leben doppelt so viele Ratten wie Menschen. Eine gruselige Vorstellung. Aber stimmt das?

„Ich glaube, dass das eine riesige Übertreibung ist“, sagt Mario Heising. Er ist Schädlingsbekämpfer. Zu seinem Beruf gehört es, Ratten zu verjagen, wenn sie uns Menschen zu Nahe kommen. Und trotzdem bekommt Mario Heising nur selten mal eine zu Gesicht. „Wenn es tatsächlich so viele Ratten geben würde, müssten wir viel häufiger welche sehen“, sagt er.

Egal, wie viele es nun genau sind – die Ratten sind aus unseren Städten kaum zu vertreiben. Wir machen es ihnen aber auch viel zu gemütlich! Wir füttern sie zum Beispiel – auch, wenn wir es nicht absichtlich machen. Denn jeden Tag werfen wir Unmengen von Lebensmitteln weg. Und darüber machen sich die Nager liebend gern her. Zum Beispiel, wenn die Mülltonnen nicht richtig verschlossen sind. Oder wenn die Mülltüten neben die Tonnen gestellt werden.

Doch nicht nur da finden Ratten unser Essen. Es gibt Leute, die ihre Essensreste einfach ins Klo kippen. Das ist für die Ratten so etwas wie ein Menü-Bring-Dienst. Denn Wanderratten tummeln sich auch in der Kanalisation – und genau dorthin wird das Essen ja mit der Klospülung gespült. Die Kanalisation ist für Ratten eine Art unterirdische Autobahn. Über die Rohre können sie von Haus zu Haus und von Straße zu Straße flitzen. Praktisch, oder?

Ihr Nest bauen sie aber lieber im Trockenen. Zum Beispiel in unterirdischen Höhlen. Tagsüber halten Ratten sich meist gut versteckt. Sie sind vor allem in der Abenddämmerung und nachts aktiv, weil es dann am ruhigsten ist. Und dann bekommt man auch schon mal ein Tier zu sehen. Hast du auch schon einmal eine Ratte gesehen?

In der Stadt kann man hin und wieder einer Ratte begegnen. Denn die Tiere fühlen sich dort wohl.dpa



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