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Winterspaß kann schnell wenig vergnüglich enden / Wie man sich gegen Schaden versichert

Wenn die Schneeballschlacht ins Auge geht

Endlich Schnee! Kindern bietet die weiße Pracht unbeschwerten Winterspaß. Klar, mit dem festen Niederschlag aus feinen Eiskristallen lässt sich sehr viel mehr anfangen als mit Dauerregen und Schmuddelwetter.

veröffentlicht am 24.01.2013 um 06:00 Uhr

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Wenn dann noch die Sonne vom Himmel lacht, heißt es: raus ins kalte Vergnügen. Mindestens genauso beliebt wie Skifahren oder Rodeln ist die vergnügte Schneeballschlacht mit Freunden. Die wenig vergnügt enden kann, wenn sich ein Kind verletzt oder ein eisiges Geschoss aus Versehen Nachbars Fensterscheibe trifft und diese zu Bruch geht. Wer haftet dann? Wir haben bei Experten nachgefragt. „Für den Fall, dass den Kindern bei einer Schneeballschlacht etwas zustößt, sie einen Sachschaden anrichten oder andere verletzen, braucht man eine private Haftpflichtversicherung und gegebenenfalls auch eine besondere Unfallversicherung“, sagen die Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung (DVAG): „Damit sichern sich Eltern gegen die finanziellen Folgen von Schäden ab.“ Welche Vorsorgemöglichkeiten es gibt und was sie beinhalten:

Private Haftpflichtversicherung: Wenn Kinder bei einer Schneeballschlacht unbeabsichtigt einen Sachschaden anrichten oder jemand anderen dabei verletzen, hilft die Privathaftpflichtversicherung der Eltern. Ohne Versicherung kann so etwas sehr kostspielig werden, wenn beispielsweise ein versehentlich mit Dreck oder Steinchen versetzter Schneeball ungewollt ins Auge geht und eine dauerhafte Beeinträchtigung nach sich zieht. „In diesem Fall schützt die private Haftpflicht den Versicherungsnehmer vor den finanziellen Folgen“, sagen die Experten. „Sie übernimmt berechtigte Schadenersatzansprüche.“ Allerdings haften grundsätzlich Kinder unter sieben Jahren nicht für Schäden, die sie anderen zufügen. Auch die Eltern haften in diesem Fall nur für ihre Kinder, wenn sie nachweislich ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

Unfallversicherung: Verletzen sich die Kinder bei einer Schneeballschlacht, greift in der Regel nicht die gesetzliche Unfallversicherung; Freizeitunfälle sind darüberhinaus nicht abgesichert. „Die gesetzliche Unfallversicherung leistet nur, wenn Kindern auf ihrem direkten Schulweg etwas zustößt – dazu zählen auch Schneeballschlachten auf dem Schulhof, vorausgesetzt, der Verursacher hat die Verletzung nicht vorsätzlich ausgelöst“, so die Auskunft von der DVAG. Besser sei es allerdings, die Kinder darüber hinaus abzusichern: „Eine Kinderunfallversicherung ist schon zu günstigen Beiträgen erhältlich. Möglich ist auch eine Familienunfallversicherung, bei der sich der Versicherungsschutz auf mehrere Personen erstreckt“, raten die Experten. Der Vorteil gegenüber vielen Einzelpolicen sei, dass diese Verträge in der Regel mit einem Beitragsrabatt versehen seien.



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