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Melissa McCarthy in der Agenten-Satire „Spy – Susan Cooper Undercover“

Vom Schreibtisch an die Front

Eigentlich ist Susan Cooper (Melissa McCarthy) Agentin für die CIA. Aber sie sitzt nur an einem runden Schreibtisch im fledermausgeplagten Keller des Geheimdienstes. An gleich mehreren Computern, mit einem Headset versehen und durch Satelliten-Übertragung mit jeder heiklen Mission bestens vertraut, dirigiert sie den Top-Agenten Bradley Fine (Jude Law) bei der Suche nach einer Nuklearwaffe durch die Gänge eines bulgarischen Schlosses. So, wie sie mit ihm redet, warm, besorgt und verständnisvoll, ahnt man gleich: Susan ist in den eitlen Charmeur verliebt. Doch plötzlich ist Fine tot, niedergestreckt von der schönen Waffenhändlerin Raina Boyanow (Rose Byrne), die nicht nur weiß, wo die Atombombe steckt, sondern auch die Identitäten aller CIA-Agenten kennt – bis auf die der Schreibtischtäter. Prompt bietet sich Susan an, den Job vor Ort zu übernehmen. Sehr zum Unwillen von Top-Agent Rick Ford (Jason Statham), ein Angeber mit Macho-Allüren.

veröffentlicht am 04.06.2015 um 06:00 Uhr

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Eine schüchterne, aber kompetente Spionage-Analytikerin, die trotz mangelnder körperlicher Eignung in den Außendienst darf – das ist zunächst einmal die Geschichte der Emanzipation einer Frau. Ein Großteil des Humors entsteht deshalb durch die Vehemenz, mit der sich Susan ständig gegen Ford, der seinen Mythos als Alleskönner pflegt, behaupten muss. Dabei treibt Regisseur Paul Feig („Brautalarm“), der auch das Drehbuch schrieb, die Männlichkeits-Inszenierungen des Genres, von „James Bond“ bis erst kürzlich „Kingsman“, lustvoll auf die Spitze, um sie zu konterkarieren. Denn: Susan steht ihren Mann, aber mit anderen Mitteln – von ständig wechselnden, sehr komischen Verkleidungen bis hin zur gründlichen Aufräumarbeit, nachdem der Kollege mal wieder Mist gebaut hat.

Doch Feig hält sich nicht lange mit dem Thema der Gleichberechtigung auf. Vielmehr gibt er Melissa McCarthy ausreichend Gelegenheit, um ihre körperliche Komik, verbunden mit ihrem losen Mundwerk, auszuspielen. Das reicht vom einfachen Slapstick über eine flotte Verfolgungsjagd zu Fuß bis zum Festhalten an einem fliegenden Hubschrauber, nicht zu vergessen einige ruppige Schießereien und perfekt choreografierte Kampfszenen. In dieser Mischung aus Unsinn und Action ist „Spy“ höchst unterhaltsam.

„Spy – Susan Cooper Undercover“ läuft im Hamelner Maxx-Kino täglich um 15, 17.30 und 20 Uhr, Fr. und Sa. auch um 22.35 Uhr.

CIA-Agentin Susan Cooper (Melissa McCarthy) darf in den Außendienst – mit teilweise sehr witzigen Verkleidungen. Regisseur Paul Feig nimmt dabei Genre-Klassiker wie „James Bond“ lustvoll auf die Schippe.

Twentieth Century Fox



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