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Angebot auf Denk- und Infopfad im Bürgergarten wird regelmäßig erneuert / Von Demenzkranken genutzt

Unvergessen: Weg zum Gedächtnistraining

Hameln. „Welches ist die erste Blume nach dem Winter?“ „Kennen Sie das Märchen der Froschkönig? Erzählen Sie.“ Kleine Rätsel, Fragen zu Pflanzen, kleine Geschichten und Märchen sollen zwischen bunten Blüten, duftenden Kräutern und leise plätscherndem Wasser im Teich erklingen. Im Frühjahr 2011 wurde im Bürgergarten ein Denk- und Infopfad eingerichtet, der Demenzkranken dabei helfen soll, ihr Gedächtnis zu trainieren und lange verschüttete Erinnerungen zu wecken. Regelmäßig werden die Informationen und Geschichten seitdem ausgetauscht.

veröffentlicht am 29.05.2013 um 06:00 Uhr

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„Erwiesenermaßen ist Gedächtnistraining an der frischen Luft am besten“, sagt Hilke Meyer, Seniorenbeauftragte der Stadt Hameln. Um sich die positive Wirkung der frischen Luft sowie der Sinneseindrücke, die durch duftende Pflanzen angesprochen werden können, zunutze zu machen, hat ihre Kollegin Marion Sterner, Leiterin des A.R.A., des städtischen Treffpunktes für die 2. Lebenshälfte, vor zweieinhalb Jahren den Info- und Denkpfad im Bürgergarten anlegen lassen. Indem alle Sinne angeregt werden, sollen bei Demenzkranken Erinnerungen, die mitunter schon lange verschüttet waren, wieder hervorgerufen werden. Neben frisch angelegten Beeten mit blühenden Pflanzen hat Sterner gemeinsam mit Altenpflegeschülern aus Emmerthal auch kleine Infoblätter ausgelegt, auf denen den Betrachtern Fragen zu einzelnen Pflanzen, beispielsweise den Seerosen am Teich, gestellt werden. Zudem werden sie aufgefordert, den Duft der Blumen wahrzunehmen oder sich an ein Märchen zu erinnern. Mehrmals hat die ausgebildete Gedächtnistrainerin hier schon Stunden zum Gedächtnistraining angeboten.

Doch nicht nur für Demenzkranke, auch für Kinder und alle anderen Erwachsenen sei der Denk- und Infopfad, der vom Theater aus gesehen auf der linken Seite des Parks liegt, durchaus einen Besuch wert, sagt Hilke Meyer. So wisse sie auch von einigen Angehörigen Demenzkranker, dass diese den Pfad tatsächlich nutzen würden. Damit es nicht langweilig wird, werden die Schilder regelmäßig ausgewechselt und an die Jahreszeiten angepasst – immer in der Hoffnung, dass sich einer der Nutzer daran erinnern würde, wenn dem nicht so wäre. Ein Traumfänger, der ursprünglich in dem kleinen „Garten der Erinnerung“ hatte aufgehängt werden sollen, werde nun doch nicht hinzukommen, so Meyer. Er sei „nicht outdoor-geeignet“. Dennoch werde es immer mal wieder etwas Neues auf und neben den Wegen zu entdecken geben – und für den einen oder anderen auch die eigenen Erinnerungen.

Im Frühjahr 2011 wurde der Denk- und Infopfad im Bürgergarten angelegt. Seitdem werden die Angebote regelmäßig erneuert.



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