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Müder Zukunftsthriller: „Self/Less – Der Fremde in mir“

Umgelagerte Leben

Am Ende bricht das Elend des modernen Actionkinos durch. Da soll Edward, angeblich transformiert zur Killermaschine, Frau und Kind töten, rettet sie aber wie in einem rosaroten Disney-Finale. Die Kamera fliegt über eine karibische Insel. Familienglück unter Palmen.

veröffentlicht am 20.08.2015 um 06:00 Uhr

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So hirnrissig wie das Ende ist die ganze Geschichte vom Leben ohne Ende. Ein Wissenschaftler hat für Reiche das Shedding erfunden: Wenn es ans Sterben geht, werden Körper und Bewusstsein in einen jungen Leib umgelagert. So wird auch der Industrielle Damian Hale (Ben Kingsley, jung: Ryan Reynolds) zum Transformer. Erst stiert er im Luxusapartment unglücklich vor sich hin, dann steckt er in Edward und genießt das Leben. Bis Albträume einsetzen, die ihn ins einstige Leben ziehen.

„Self/Less“ skizziert den Traum vom ewigen Leben nach Reißbrettart. Regisseur Tarsem Singh („Krieg der Götter“) ist zu feige, den Traum böse enden zu lassen. Im New Hollywood der Siebziger hätte Edward Frau und Kind getötet. Von dem dunklen Körper- und Identitätstausch „Der Mann, der zweimal lebte“ (John Frankenheimer, 1966) ist „Self/Less“ weit entfernt. Der Regisseur macht lieber Actionkino statt Kino für den Kopf.

„Self/Less – Der Fremde in mir“ läuft im Hamelner Maxx-Kino täglich um 15.30, 17.55 und 20.20 Uhr, Fr. und Sa. auch um 23 Uhr.



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