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Richtige Ausrüstung ist das Wichtigste

Tipps zum Autofahren im Winter

Glatteis droht, Schnee fällt vom Himmel und dunkel ist es im winterlichen Berufsverkehr noch dazu: Schon steigt die Furcht vor der oft unvermeidbaren Autofahrt. Wer jedoch der Angst das Lenkrad überlässt, macht schneller Fehler. Gut informiert gelingt auch die Fahrt durch den Schnee.

veröffentlicht am 29.01.2019 um 16:28 Uhr
aktualisiert am 04.02.2019 um 16:40 Uhr

Der Winter ist zuletzt auch im Flachland angekommen. Schnee und Glätte gab es auch da, wo man eher weniger an den Umgang mit diesen Phänomenen gewöhnt ist. Eine Herausforderung für alle Verkehrsteilnehmer und das Stresslevel steigt. „Um dieses während der Fahrt mit dem Auto möglichst gering zu halten, sollte man schon vorher alle zusätzlichen Unsicherheitsfaktoren ausschalten“, rät Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher bei WetterOnline.

Was gehört im Winter zur Fahrzeug-Ausrüstung? Winterreifen, geladene Batterie, Frostschutz im Wischwasser, ein funktionierender Kühler, ein ausreichend gefüllter Tank, Eiskratzer und Schneefeger sowie Enteisungsspray sollten außerhalb des Autos vor der Fahrt griffbereit sein. Eine warme Decke, ein Handykabel und ein heißes Getränk gehören bei längeren Fahrten für den Fall eines größeren Staus in das Auto. Auch eine Sonnenbrille sollte im Auto parat liegen, um das Blenden durch die tiefstehende Sonne zu verhindern.

Wie kann man sich auf die Winterfahrt vorbereiten? Wer ganz genau vorbereitet sein möchte, dem sei ein jährliches Fahrtraining ans Herz gelegt. Eine gute mentale Vorbereitung ist auch, die Situation hinter dem Steuer gedanklich durchzuspielen, um später besonnen reagieren zu können.

Wie kriegt man vereiste Scheiben am besten freigekratzt?Die wichtigste Regel: Den Eiskratzer stets vom Körper wegbewegen. „Damit bekommt man den meisten Druck auf die Scheibe“, sagt Vincenzo Lucà vom Tüv Süd. Das Glas wird stets von oben nach unten von dem eisigen Mantel befreit. Kreisende Bewegungen mit dem Schaber sind zu vermeiden: Schlimmstenfalls verschmiert man so Schmutzpartikel und schabt Kratzer in die Scheibe. Besondere Vorsicht ist bei den Scheibenwischern angebracht. Kleben sie fest, sollten Autofahrer sie nicht mit Kraft losreißen. Dadurch können die Stege der Gummilippen reißen. Stattdessen wird das Eis um die Wischer herum vorsichtig weggekratzt. Danach vorsichtig von oben auf sie drauf drücken, so dass sich die Gummilippe etwas auf dem Eis bewegt.

Was sollte beim Fahren beachtet werden?Beim Anfahren gilt es, wenig Gas zu geben. Da der Bremsweg auf glatten Straßen deutlich länger ist, ist Abstandhalten wichtig. Rechtzeitiges und vorsichtiges Bremsen verhindert das Ausbrechen des Wagens. Hinter dem Steuer schränkt dicke Winterkleidung die Bewegungsfreiheit ein, deshalb sollte man diese vorher ausziehen. Ein ganz wichtiger Faktor zur Stressvermeidung ist Zeit. Diese braucht man für das vollständige Befreien des Autos von Schnee und Eis und vor allem auch während der Fahrt.

Was tun, wenn man man ins Rutschen kommt? Fuß von der Bremse, Kupplung treten und gegenlenken. Ruckartige Manöver sind generell zu vermeiden. Bei einer notwendigen Vollbremsung reagiert das Antiblockiersystem. Mit diesem bleibt das Auto lenkbar und einem Hindernis kann ausgewichen werden. Beim Bremsen eines alten Autos ohne ABS hilft die „Stotterbremse“.

Warum sollte man auch im Winter die Klimaanlage einschalten? Die Klimaanlage im Auto dient nicht nur zum Kühlen im Sommer, sie leistet auch im Winter wertvolle Dienste. Sie entfeuchtet die Luft und sorgt in Kombination mit dem Gebläse bei beschlagenen Scheiben rascher wieder für Durchblick nach draußen, wie Vincenzo Lucà vom Tüv Süd erläutert. Weil sie die Luft und damit die Scheiben trockener hält, sollte man im Winter generell häufiger mit eingeschalteter Klimaanlage fahren – also etwa auch den „A/C“-Knopf drücken und nicht nur das Gebläse aufdrehen. Mit Mikrofasertüchern oder Taschentüchern lassen sich beschlagene Scheiben freiwischen. Wichtig ist aber: Die Feuchtigkeit muss raus. „Nur Heizen bringt nichts, wenn Sie die Scheiben zulassen“, erklärt Lucà. Spätestens wenn das Fahrzeug abgestellt wird, kondensiert die feuchte Luft sonst erneut an den kalten Scheiben. Wer den Wagen in einer Garage abstellt, sollte die Seitenfenster über Nacht einen Spalt offen lassen, damit die feuchte Luft entweichen kann.

Und schließlich gilt: Wer im Hinterkopf hat, dass neben einem selbst auch andere Verkehrsteilnehmer Fehler machen und ebenso unter Stress stehen können, der fährt generell vorsichtiger.

Quellen: Wetter Online/dpa



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