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Gesundheitszustand der 11-Jährigen stark verschlechtert / Behandlung in Minsk

Strahlentherapie soll Karolina retten

Rinteln (cok). Gehirntumor, lebensgefährlich und nur schwer behandelbar, diese schreckliche Diagnose stellte sich der gerade elfjährigen Karolina Korotenko aus der Ukraine. Im Oktober berichtete unsere Zeitung über die Reise von Karolina und ihrer Mutter nach Deutschland, zu der befreundeten Rintelner Familie Rasche, die einen Spendenaufruf organisierte. In der Ukraine nämlich sieht es schlecht aus mit Krankenversicherungen, dem Gesundheitssystem insgesamt und erst recht mit Experten für einen Tumor am Hirnstamm eines Kindes.

veröffentlicht am 21.12.2011 um 00:00 Uhr

Etwas über 7000 Euro kamen von unseren Lesern zusammen, in vielen kleineren Einzelspenden und einer großen Spende über 2500 Euro vom Verein der Freunde und der Förderer des Round Table Hameln. Für Karolina und ihre Eltern, die bereits ihre gesamten Ersparnisse für Untersuchungen ausgegeben haben, war das ein Segen. Zwar haben auch die AWD-Stiftung Kinderhilfe gespendet, ebenso, wie sich die Bildzeitung mit ihrer Aktion „Ein Herz für Kinder“ bereit erklärte, 10 000 Euro für eine anstehende Operation oder Bestrahlung zu überweisen, doch war klar: Die Summe würde selbst dann nicht ausreichen, wenn deutsche Professoren auf ihre Bezahlung verzichteten. Herzlich bedankt sich Mutter Julia Korotenko bei allen Spendern.

Nun hatte sich bei Untersuchungen in Deutschland herausgestellt, dass es momentan schwer möglich sei, eine Entscheidung zu treffen, ob man operieren, ob man bestrahlen solle. Beides ist mit großen Risiken verbunden. Da es Karolina einigermaßen gut ging, reisten Tochter und Mutter vorerst in die Ukraine zurück. Dort aber verschlechterte sich der Zustand des Kindes rapide. Karolina kann nach einer Lähmung weder gehen noch sprechen und wird nun seit einigen Tagen im weißrussischen Minsk behandelt, in einer Fachklinik für Krebserkrankungen von Kindern. 4000 Euro mussten dafür bereits bezahlt werden, das Geld konnte zum Glück direkt vom Spendenkonto überwiesen werden.

Lange wusste Karolina nicht, wie lebensgefährlich sie erkrankt ist, die Eltern hatten immer versucht, sie zu schonen und ihr gegenüber nur angedeutet, dass „etwas mit ihren Nerven“ nicht stimme. Nun aber wird sie auf eine langwierige Bestrahlungstherapie vorbereitet, weit weg von zuhause. Ob das zur Verfügung stehende Geld reichen wird, um die Behandlung bis zum Ende fortzuführen, ist ungewiss. Möglicherweise kommen auch die weißrussischen Ärzte an ihre Grenzen. Wäre es Karolina nicht so überraschend schnell so schlecht gegangen, dass sie nicht mehr transportfähig war, so hätte man sie unbedingt in einer deutschen Klinik behandelt.

Im Oktober berichteten wir über den Besuch von Karolina und ihrer Mutter in Rinteln. Seither haben etliche Leser rund 7000 Euro für die Tumorbehandlung gespendet. Karolinas Zukunft ist dennoch ungewiss.

Wer dem Kind aus der Ukraine, das immerhin das Glück hatte, in Deutschland hilfsbereite Menschen zu finden, weiterhin unterstützen will, hier die Daten des Spendenkontos: cura hominum e.V., Kontonummer: 156 709 7010, BLZ: 3506 0190 (Bank für Kirche und Diakonie), Verwendungszweck: „Karolina“.

Informationen im Internet auf karolina-retten.blogspot.com.



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