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Acht Monate nach unserem Bericht: Endspurt bei Heimerweiterung und Kanalbau

Starkregen macht Zeitplan hinfällig

Steinbergen (dil). Eigentlich sollten die Umbaumaßnahmen am psychiatrischen Pflegeheim des Deutschen Roten Kreuzes in Steinbergen, Auf der Mente, schon beendet sein. Auch der Abwasserbetrieb hätte die Trennung von Schmutz- und Regenwasser in diesem Bereich bis Westendorf gern schon hinter sich. Doch dann kam Ende Juni der Starkregen und warf die Zeitpläne über den Haufen. Nun gehen beide Maßnahmen in den Endspurt.

veröffentlicht am 19.10.2011 um 00:00 Uhr

„Wir haben durch den Starkregen fast eineinhalb Monate Zeit verloren“, sagt Bettina Brückner, stellvertretende Heimleiterin. Der Einzug der Verwaltung in den neuen Vorbau ist nun aber Mitte September erfolgt. Restarbeiten an der Fassade und beim Innenausbau der acht neuen Einzelzimmer laufen noch. Brückner: „Wir hoffen, dass sie Ende November abgeschlossen sind und dann die Bewohner einziehen können.“ Die Gesamtzahl der 105 Betten ändere sich nicht, durch die Einzelzimmer steige aber die Qualität der Unterbringung. Im Dezember soll Eröffnung sein, eventuell mit einem Tag der offenen Tür.

Der Starkregen selbst und die Verzögerungen beim Pflegeheim trafen den Abwasserbetrieb doppelt. „Um dort überhaupt noch Verkehr, vor allem für Rettungsfahrzeuge, zu ermöglichen, haben wir unsere Kanalbauarbeiten für etwa sechs Wochen eingestellt“, berichtet Betriebsleiter Peter Koller. „Eigentlich wären wir schon fertig, aber nun werden wir wohl noch einen Monat brauchen.“

Im Rahmen eines Mehrjahresprogramms wird in diesem Jahr für kalkuliert 406 000 Euro auf einer Länge von 1025 Metern beim Abwasser das bisherige Mischsystem durch ein Trennsystem ersetzt. Bisher floss alles Oberflächenwasser zur Kläranlage, nur wenn bei stärkerem Regen der Schmutzanteil unter 20 Prozent sinkt, wird das Regenwasser abgeschieden und in Vorfluter (Gräben) geleitet. Künftig geht das Regenwasser direkt in die Gräben, das Schmutzwasser zur Kläranlage.

„Da wir hier in einem Trinkwasserschutzgebiet liegen, verwenden wir verschweißtes Rohrmaterial statt gesteckte oder geklebte Muffen“, erklärt Koller. „Das Schmutzwasser leiten wir zur Pumpstation bei Westendorf, von dort fließt es nach Rinteln.“ Zwei Pumpstationen werden nach Abschluss dieser Maßnahme abgeschaltet und zurückgebaut: die eine gegenüber dem DRK-Pflegeheim, die andere auf dem Grundstück Auf der Mente 14. Diese Stationen hätten sonst saniert werden müssen und „fraßen“ viel Strom. Die neue Lösung spart also mittelfristig auch Kosten.

Für 2012 ist die Fortsetzung der Umstellung auf Trennsystem für den Bereich Rotes Tor und Gartenstraße vorgesehen. Außerdem soll dort ein Regenrückhaltebecken gebaut werden. Darüber müssen aber noch der Werksausschuss am 9. November und der Rat in seiner übernächsten Sitzung mit der Genehmigung des Wirtschaftsplans des Abwasserbetriebs entscheiden. „Mit dem Weiterbau beginnen wir ohnehin nicht im Winter“, merkt Koller an, sodass hier die Zeit nicht drängt.

Am 8. Februar berichtete unsere Zeitung über den geplanten Anbau des DRK Auf der Mente.



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