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Neun Wochen nach dem Bericht: Abriss am Bückeburger Hafen hat begonnen

Spuren der Bagger unübersehbar

Bückeburg/Berenbusch (bus). Die Stadt Bückeburg will ihren im Ortsteil Berenbusch am Mittellandkanal gelegenen Hafen auf Vordermann bringen. Alles in allem sollen bis Ende 2014 5,3 Millionen Euro in den Abriss alter Speicher, den Ausbau der Kaikante und die Herrichtung eines Umschlagplatzes investiert werden - das größte Einzelinvestment der Ex-Residenz seit mehr als zehn Jahren. Nach dem Anfang Juni von Bürgermeister Reiner Brombach per Baggerschaufel absolvierten obligatorischen ersten „Spatenstich“ herrschte auf dem weitläufigen Areal längere Zeit keine weitere Bau- oder Abbruchtätigkeit. Jetzt sind die Spuren der Abrissbagger aber nicht mehr zu übersehen.

veröffentlicht am 01.08.2012 um 00:00 Uhr

Mit den Arbeiten ist der Hamelner Spezialist „Abbruch-Otto“ betraut worden. In Berenbusch steht zunächst der Abriss der beiden Speicher an der westlichen Kaikante sowie des dahinter liegenden Verwaltungs- und Lagergebäudes der Firma „Interseroh“ auf dem Programm. Der Holzverarbeiter zieht mit seinem neu zu errichtenden Verwaltungsgebäude auf eine Fläche im südöstlichen Bereich des Hafens, wo derzeit noch ein weiterer Speicher des früheren Heeresverpflegungslagers steht. Die in der Mitte des Hafens frei werdende Fläche wird zukünftig als Umschlagplatz genutzt - zum einen für den Kiesumschlag einer Rintelner Firma, zum anderen für den Raiffeisen-Landbund, der dort Hallen und Silos hochziehen will.

Im weiteren Fortgang soll die Kaikante um insgesamt 150 Meter auf 450 Meter verlängert werden, sodass sie Platz für insgesamt drei Motorschiffe bietet. Die Spundwand der Kaikante wird erneuert. Der gesamte Hafen erhält neue Strom- und Wasserleitungen, neue Abwasser- und Regenwasserkanäle sowie eine eigene Regenrückhaltung. Am Kai wird eine breite Uferladestraße angelegt. Auch die Gleisanlagen im Hafen werden ausgebaut, sodass die Trimodalität (Anschluss an Wasserweg, Eisenbahn und Autostraße) gewährleistet ist. Bis Ende 2014 soll der Bau komplett abgeschlossen sein.

Im Hafen Berenbusch werden gegenwärtig rund 180 000 Tonnen Handelsgut umgeschlagen. Hauptumschlagsgüter sind Weserkies und Holz. Rückläufig ist hingegen der Umschlag mit Schweröl, das strukturell bedingt weniger nachgefragt wird. Insbesondere die Kiesmenge könnte nach Auffassung von Experten wesentlich - Prognosen gehen von einer Verdoppelung in diesem Segment in den kommenden Jahren aus - erhöht werden.



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