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Hinter diesen zwölf ungewöhnlichen Bezeichnungen verstecken sich Gerichte und Getränke

Schon mal „Tote Oma“ gegessen?

„Einmal Kartoffelsalat und Würstchen!“ Wer das bestellt, weiß ganz sicher, was er bekommt. Manche Gerichte haben jedoch einen Namen, bei dem das ganz und gar nicht klar ist. Wir klären auf, was sich hinter so klangvollen Namen wie Nonnenfürzchen, Muckefuck oder Sanfter Engel verbirgt.

veröffentlicht am 07.05.2019 um 17:18 Uhr
aktualisiert am 07.05.2019 um 18:40 Uhr

Nicole Trodler

Autor

Onlineredakteurin zur Autorenseite

Tote Oma

Dies ist keinesfalls die Leibspeise eines Kannibalen, sondern es handelt sich um die gebratene Füllung einer Blut- oder Grützwurst. Das Gericht ist auch als Topfwurst bekannt und wird gewöhnlich mit Sauerkraut und Kartoffeln serviert.

Falscher Hase

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„Tote Oma“ war in der ehemaligen DDR ein beliebter Klassiker. Foto: nt

Wie der Name schon sagt, ist dies kein Hasenbraten, sondern ein Braten aus Hackfleisch (Schweine- oder Rindfleisch oder gemischt). Den Namen könnte dieser Hackbraten entweder seiner Form (die an einen Hasen erinnert) oder seiner Zubereitungsart verdanken. Früher wurde der Falsche Hase nämlich meist in einer sogenannten Hasenpfanne – einem Bratgefäß in der Form eines Hasens – zubereitet.

Bienenstich

Kann der Stich einer Biene süß sein? Dieser Blechkuchen aus Hefeteig ist es auf jeden Fall! Belegt ist er nämlich mit einer Fett-Zucker-Mandel-Masse, die beim Backen karamellisiert.

Armer Ritter

Dieses Gericht ist in verschiedenen Varianten auch in vielen Ländern bekannt. Es besteht aus Brötchen oder Brotscheiben, die in einer Mischung aus Milch, Eiern, Zucker, Vanille und Salz eingeweicht und danach in Butterschmalz oder anderem Fett gebraten werden.

Schweinsohr

Als Gebäck sind Schweinsohren auch für Vegetarier geeignet. Wer auf Zucker verzichtet, sollte jedoch einen großen Bogen um die süßen Blätterteig-Ohren machen. Für die Herstellung wird der Blätterteig nämlich auf einer großen Menge Zucker ausgerollt. Dann wird er so gefaltet, dass beim Backen im Ofen die typische Herzform entsteht.

Matschbrötchen

Für Matschbrötchen wird ein Schaum- oder Schokokuss (auch als Dickmann oder Negerkuss bekannt) zwischen den beiden Hälften eines Brötchens zerdrückt.

Kalter Hund

Keine Sorge, das Haustier ist sicher und wird nicht kalt serviert (und auch nicht heiß als Hot Dog). Um Kalten Hund herzustellen, werden Butterkekse mit einer Kakao-Kokosfett-Creme bestrichen und aufeinandergeschichtet.

Muckefuck

Könnte ein Schimpfwort sein („Was für ein Muckefuck!“), ist aber ein kaffeeähnliches Getränk, das vor allem von ärmeren Menschen oder in schlechten Zeiten getrunken wurde. Die Zutaten werden wie Kaffeebohnen behandelt und ähneln im Geschmack dem Bohnenkaffee.

Ochsenaugen

Klingt als Gericht weder lecker noch süß, ist aber beides, wenn man es nicht wörtlich nimmt. Es handelt sich hier nämlich nicht um die Sehorgane eines kastrierten männlichen Rindes, sondern um ein beliebtes Gebäck aus Mürbeteig, Marzipan und Marmelade oder Gelee. Der kreisförmig ausgestochene Teig wird mit einem Marzipankranz verziert und gebacken. Zum Schluss wird die Mitte jedes Plätzchens mit der erhitzten Konfitüre befüllt.

Nonnenfürzchen

Ein mandelförmiges Schmalzgebäck, das als Karnevalsgebäck beliebt ist und vor allem im süddeutschen Raum unter dieser Bezeichnung bekannt ist. Angeblich soll einmal eine Nonne dieses Gebäck hergestellt haben. Als sie es ins heiße Schmalz gab, ertönte zur Belustigung eines anwesenden Bischofs ein zischendes Geräusch und der Name war gefunden.

Himmel und Erde

Dieses Gericht ist ebenfalls unter der rheinischen Bezeichnung Himmel un Ääd bekannt und gehört nicht nur im Rheinland, sondern auch in Westfalen, Niedersachsen und Schlesien zur traditionellen Küche. Kombiniert werden Apfelmus (Äpfel wachsen an Bäumen, also im übertragenen Sinne im Himmel) und Kartoffelpüree (Kartoffeln wachsen in der Erde und sind auch als Erdäpfel bekannt). Das Kartoffel-Apfel-Mus wird gewöhnlich zusammen mit gebratener Blutwurst, gerösteten Zwiebeln und auch Speck oder gebratener Leberwurst serviert.

Sanfter Engel

Ein typisches Sommergetränk aus Orangensaft und Vanilleeis. Kann auch zu einem beschwipsten Engel werden, wenn man noch Sekt hinzugibt. Lässt man hingegen das Vanilleies weg, wird der beschwipste Engel zur Mimosa. Na dann Prost!



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