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Experten informieren über Winterpflichten von Hausbesitzern

Rutschpartie auf Wegen und Straßen

Wenn die Temperaturen immer eisiger werden und die ersten Schneeflocken fallen, bricht für Hausbesitzer eine arbeitsreiche Zeit an. Denn so schön der weiße Winterzauber auch anzusehen ist – bei klirrender Kälte lauern auf eisglatten Straßen und verschneiten Wegen viele Gefahren. Wie Eigentümer sich, andere und ihr Zuhause vor den Folgen des Winters schützen können, erklären die Experten der Ergo-Versicherungsgruppe.

veröffentlicht am 25.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2012 um 11:29 Uhr

Wenn Schnee und Eis die Straßen in spiegelglatte Rutschbahnen verwandeln, müssen Immobilienbesitzer umgehend zur Schippe greifen: „Der Eigentümer ist für die Sicherheit auf den Gehwegen vor seinem Haus verantwortlich“, betonen die Experten von Ergo. „Das schließt im Winter gemäß den meisten Ortssatzungen die Beseitigung von Schnee und Eis ein.“ Hausbesitzer müssen dabei nicht nur die Wege auf dem eigenen Grundstück freiräumen oder streuen, sondern auch den angrenzenden Gehweg. Zwar folgt jede Gemeinde im Detail ihren eigenen Regeln. Generell aber gilt, dass die Wege von 7 bis 20 Uhr gefahrlos begehbar sein müssen. Dazu ist es nicht zwingend notwendig, den ganzen Bürgersteig von Schnee zu befreien. Als ausreichend gilt ein im Schnitt etwa ein bis anderthalb Meter breiter Streifen. Zum Streuen eignen sich Granulat oder Sand. Salz ist in den meisten Kommunen verboten.

„Eigentümer können die Räum- und Streupflicht durch eine Klausel im Mietvertrag auch auf ihre Mieter übertragen“, erklären die Ergo-Experten. „Allerdings bleibt es Aufgabe des Vermieters zu prüfen, ob die Mieter ihrer Pflicht auch tatsächlich nachkommen.“ Wenn etwas passiert, müssen sie sonst haften.

Nicht nur glatte Straßen machen den Menschen im Winter zu schaffen – manchmal kommt das Unheil auch von oben: Von den Hausdächern rutschende Dachlawinen etwa, oder spitze Eiszapfen, die sich unversehens von den Dachrinnen lösen. „Um die Risiken für Passanten zu senken, können Hausbesitzer Schneefanggitter oder Eishalter anbringen“, raten die Ergo-Experten. Besonders heikel wird es, wenn Tauwetter oder Regen auf starke Schneefälle folgen. Bei solch einer Wetterlage ist es ratsam, umgehend Warnschilder aufzustellen. Gegebenenfalls kommen Hauseigentümer auch nicht umhin, den Schnee auf eigene Kosten vom Dach räumen zu lassen.

Einmal vergessen zu streuen – und schon ist es passiert: Über Nacht hat sich eine Eisschicht auf dem Gehweg gebildet, der Nachbar rutscht aus und bricht sich ein Bein. „Falls der Hausbesitzer seine Pflichten versäumt hat, drohen ihm hohe Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen“, warnen die Experten. Schutz vor den finanziellen Folgen solcher Unfälle bietet eine Haftpflichtversicherung. Doch auch für die Immobilie selbst bringt der Winter Risiken mit sich: „Dicke Schneemützen auf den Häusern sind ein märchenhafter Anblick. Allerdings kann die weiße Pracht auch gefährlich werden“, warnen die Ergo-Experten. „Zu hohe Schneelasten können zu Verformungen und Rissen führen und sogar Dächer zum Einsturz bringen.“



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