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Ottenser wollen sich nicht an der Fusion mit Lindhorst beteiligen

Ortsfeuerwehr vor Auflösung?

Lindhorst/Ottensen. Die Pläne, die Ortsfeuerwehr Ottensen aufzulösen, weil sich fast alle Mitglieder gegen eine Fusion mit Lindhorst sperren, haben für noch mehr Unmut der Ottenser gesorgt. Der Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde hat bei einer Enthaltung für die Auflösung zum 1. Juli 2016 gestimmt. Der Samtgemeinderat beschließt am 26. November darüber.

veröffentlicht am 18.11.2015 um 00:00 Uhr

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Alle Versuche, eine gemeinsame Lösung zu finden, waren gescheitert (wir berichteten). Hintergrund ist der Feuerwehrbedarfsplan, dem der Samtgemeinderat im Juli zugestimmt hatte. Darin ist die Fusion der Ortsfeuerwehren Ottensen und Lindhorst sowie Lüdersfeld und Vornhagen vorgesehen.

Die Nachricht, die Ottenser Feuerwehr nun aufzulösen, hat Wellen geschlagen: Nach Angaben des Ottenser Ortsbrandmeisters Matthias Blume hätten schon einige Kameraden ihren Austritt angekündigt. Offiziell liegt bereits eine Kündigung vor – „und es sind noch mehr zu erwarten“, glaubt Blume, der selbst betonte: „Ich mache weiter.“ Dass sich die Ottenser gegen die Fusion sperren – „das ist traurig“. Blume habe immer wieder versucht, sie vom Gegenteil zu überzeugen: „Macht weiter, Ihr seid eingetreten, weil Ihr Leuten helfen wollt.“

Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther sagte, die Empfehlung, die Ortsfeuerwehr aufzulösen, sei ihm nicht leicht gefallen. Aber, so erinnerte er an den Ratsbeschluss, die Verwaltung habe nun mal den Auftrag bekommen, ein Konzept für die Fusion zu erstellen. Da dies aber aufgrund der fehlenden Bereitschaft der Ottenser nicht möglich sei, bleibe nur die Auflösung. Auch, wenn er sagt: „Das hat wehgetan.“ Aber: „Wir müssen vorankommen.“

Man habe mehrmals das Gespräch gesucht und versucht, die Chancen einer Zusammenlegung aufzuzeigen: So sei am Standort Lindhorst „ein besserer Dienst am Menschen“ möglich. Am Ende des letzten Versuchs sei er jedoch „ziemlich frustriert nach Hause gefahren“. Nur ein oder zwei waren zur Fusion bereit.

Jörg Böhnke, Ortsbrandmeister von Lindhorst sagte, er habe bis zum Schluss noch Hoffnung gehabt, die Ottenser umzustimmen. Aber selbst auf die Einladung, sich die Wache in Lindhorst anzusehen, habe es keine Resonanz gegeben. Von den Ottensern seien so gut wie keine Ideen, sondern nur Kritik gekommen. Da mache es keinen Sinn, weiter zu verhandeln. „Unsere Türen stehen nach wie vor offen“, betonte er. „Wir freuen uns über jeden, der ernsthaft Feuerwehr betreiben will.“ Priorität habe nämlich die Feuerwehr, soziale Aspekte wichtig, aber nicht an erster Stelle.

Zum geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Lüdersfeld sagte Günter: „Wir haben das nicht aus den Augen verloren.“ Gemeinsam mit beiden Ortsfeuerwehren solle demnächst ein Zeitplan erstellt werden. Zudem gebe es noch „das eine oder andere Problem zu lösen“.

Kein Zusammenschluss erwünscht: Die Ottenser wollen allein in ihrer Feuerwache (links) bleiben und nicht in den Lindhorster Standort (rechts) integriert werden.

Harmening

(Montage) Feuerschutzausschuss:

Am 1. Juli 2016 ist Schluss in Ottensen.

Feuerwehrleute

kündigen Austritt an.

Nur Kritik aus Ottensen



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