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Nach einem Jahr Bilanz gezogen: Altstadt-Anwohner dürfen dauerhaft parken

Nur mit Zeitlimit parken? Stadt entscheidet sich für Dauerlösung

Rinteln (lsb). Parken kann so seine Tücken haben – vor allem im östlichen Altstadtquartier in Rinteln. Doch diese Problematik besteht bereits seit Längerem und wurde auch bereits mehrere Male diskutiert.

veröffentlicht am 05.04.2011 um 19:16 Uhr

Am 9. Dezember 2009 berichtete unsere Zeitung das erste Mal über die Befürchtung der Gewerbebetriebe der Altstadt, sie würden durch die ab Januar 2010 geltende Dauerparkmöglichkeit für die Anwohner ihre Kundschaft verlieren. Schließlich sei es ohnehin schwierig, einen freien Parkplatz in diesem Gebiet zu finden, beschwerten sich die Gewerbetreibenden beim Verwaltungsausschuss, der für die Entscheidung verantwortlich war.

Ilse Rosendahl, Inhaberin der Kaffeerösterei Niemeyer in der Brennerstraße, war eine der Stimmen, die sich über die neue Parkregelung beschwerte: „Ich befürchte ganz massive Auswirkungen auf den Umsatz. Wir leben von den Leuten, die mit dem Auto von der Arbeit kommen und vielleicht noch einen Kaffee mitnehmen“, sagte sie damals. Würden die Leute keinen Parkplatz finden, würden sie einfach weiterfahren, so Rosendahl.

Seine Bedenken der Neuregelung gegenüber hatte auch Felix Hau, Goldschmied und Inhaber von Más Vida in der Brennerstraße. Er fand, die Kunden würden dadurch noch eingeschränkter in ihren Parkmöglichkeiten als vorher sowieso schon.

Vor dieser neuen Regelung war es so, dass die Bewohner der Straßenzüge in der Altstadt höchstens sechs Stunden täglich dort parken durften. Und die potenziellen Kunden der dort angesiedelten Geschäfte hatten besseres Spiel einen geeigneten Parkplatz ausfindig zu machen. Aufgrund der Gegenstimmen der Gewerbetreibenden wurde die Regelung vorerst auf ein Jahr begrenzt, um dann zu prüfen, ob sich die Änderung der Bewohnerparkregelungen auf die ansässigen Gewerbebetriebe ausgewirkt hat.

Nun ist dieses Jahr vorbei und der Verwaltungsausschuss traf wieder zusammen. „Vorweg wurden alle Anwohner sowie Gewerbebetriebe allerdings gebeten, ihre Erfahrungen bis Ende Januar schriftlich mitzuteilen“, wie Ulrich Kipp, Leiter des Ordnungsamtes, berichtet. Doch auf diese Forderung hin seien nur drei Meinungsäußerungen vorgelegt worden.

Obwohl, so ist es vonseiten der Stadt zu hören, das Amt für Sicherheit und Ordnung „sämtliche Gewerbetreibende“ in der östlichen Altstadt sowie dort lebende Bürger Anfang Januar noch einmal zu einer Stellungnahme aufgefordert worden seien.

„Entscheidende negative Erkenntnisse, insbesondere über Umsatzeinbußen, lassen sich aus diesen Äußerungen jedoch nicht gewinnen“, so Kipp. Auch die Verkehrssituation – wie erhöhter Parksuchverkehr und somit ein erhöhter Lärmpegel in den Straßen oder Beschwerden über fehlenden Parkraum – seien während des vergangenen Jahres nicht eingegangen.

Und das, sagt Kipp, veranlasste die Verwaltung dazu, die geltende Parkregelung für die Bewohner des östlichen Altstadtquartiers weiterhin beizubehalten.



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