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Zehn Monate nach dem Bericht: Noch fehlt Behörden-Bescheid für Arensburg-Plan

Neuer Zaun und Rückbau des Parks

Steinbergen (mld). Der Park rund um die Arensburg soll wieder so werden, „wie er früher aussah“ – zumindest, wenn es nach den Aussagen des heutigen Eigentümers, dem österreichischen Erfinder Heinz Gruber geht. Dagegen dürften auch die Naturschutzbehörden der Stadt Rinteln und des Landkreises Schaumburg nichts haben, allerdings müssen die Pläne des Parkbesitzers dann doch auf formale Beine gestellt und behördlich geprüft werden.

veröffentlicht am 06.07.2011 um 00:00 Uhr

Gruber hatte bereits im vergangenen Jahr Landschaftsplaner Andreas von Hoeren aus Bad Salzdetfurth damit beauftragt, einen sogenannten Herrichtungs- und Instandsetzungsplan für die Parkanlage zu erstellen. „Damit wir sehen können, welche einzelnen Bäume im Park stehen und ob die Teiche in Ordnung sind“, schildert Gruber auf Nachfrage. „Jeder Baum“ sei katalogisiert worden, der heutige Zustand des Parks sei abgeglichen worden mit alten Parkplänen, um zu sehen, was wie wiederhergestellt werden könnte – „Rückbau der historischen Parkanlage“ heißt das, auch wenn hier im eigentlichen Sinne, zumindest direkt im Park, nichts gebaut werden soll.

Einen Bauantrag hat Gruber trotzdem an die Stadt Rinteln stellen müssen, denn zusätzlich zu dem bereits errichteten Zaun soll um eine laut Gruber „acht bis neun Hektar“ große Fläche ein zweiter Zaun gezogen werden. Aus „Sicherheitsgründen“ sagt Gruber, denn es komme ab und zu mal vor, dass eines der Hochlandrinder, die jetzt in Teilen des Parks grasen, ausbüxt und dann wieder eingefangen werden muss. Die Tiere sollen aus der historischen Anlage in den äußeren Teil des Parks ausquartiert werden, mit den Jägern, die eine Pacht für einen Teil des Grundstücks haben, sei das bereits abgesprochen.

Nicht nur auf die Genehmigung dieses Bauantrags muss Gruber noch warten, auch auf den Ausgang der Prüfung des Herrichtungs- und Instandsetzungsplans. Der liegt der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Rinteln genauso wie dem Amt für Naturschutz des Landkreises Schaumburg derzeit zur Prüfung vor. Amtsleiter Martina Engelking rechnet damit, dass der Plan noch in diesem Monat geprüft werden kann. „Vermutlich müssen wir deswegen auch noch mit der Stadt Rinteln in Kontakt treten, um sich abzustimmen“, so Engelking auf Nachfrage.

„Einzelne Maßnahmen“ seien im Park bereits ergriffen worden, so seien „markante Bäume“ bereits freigestellt und „Sichtachsen“ geschaffen worden. Maßnahmen, die aus Denkmalschutzgründen nicht durchgeführt werden dürfen, seien schon vorher abgestimmt worden.

Um das Gebäude selbst, die Arensburg, geht es laut Dirk Eggers vom Rintelner Bauamt derzeit nicht, daran würden momentan vor allem Instandsetzungsarbeiten ausgeführt, etwa das Dach abgedichtet, auch genutzt werde das Gebäude derzeit nicht.



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