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Zwei Monate nach dem Bericht: Stadt hofft, bald mit Bau beginnen zu können

Neue Promenade noch im Jahr 2011?

Rinteln (mld). Die Weser ist ein Pfund, mit dem Rinteln wuchern kann, darin sind sich wohl alle Rintelner einig – auch wenn dieser Fakt zunächst einmal theoretisch ist, da man innerhalb der Stadtgrenzen kaum direkten Zugang zur Weser hat. Das soll sich noch in diesem Jahr ändern – zumindest, wie es vonseiten der Stadt zu hören ist.

veröffentlicht am 14.06.2011 um 17:51 Uhr

„Die Beschlusslage ist klar“, bekräftigt Rintelns Baudezernent Reinhold Koch auf Nachfrage. Das Vorhaben sei in „trockenen Tüchern“. Die Verwaltung sei damit beauftragt worden, das Ausschreibungsverfahren für die einzelnen Maßnahmen einzuleiten – und genau das passiere jetzt.

Der Ende 2010 angedachte Zeitraum, im Jahr 2011 noch mit den Arbeiten zu beginnen, soll auch bestehen bleiben. Der genaue Baubeginn sei derzeit aber noch unklar, so Koch, und bald kommen schließlich die Sommerferien.

Doch, ruft Koch in Erinnerung: Das Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“, aus dem zwei Drittel der insgesamt 110 000 Euro für das Projekt kommen sollen, sei beschränkt auf das Jahr 2013, eventuell noch mit der Möglichkeit, Maßnahmen mit ins Jahr 2014 hineinzuziehen – doch so oder so heißt das für die Stadt, so bald wie möglich mit der Maßnahme zu beginnen.

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Bald sollen an Rintelns Weserufer nicht nur Enten watscheln, sondern auch Bürger spazieren gehen können. Foto: mld

„Die Stadt war in ihrer Vergangenheit nicht so der Weser geöffnet, das haben andere Anrainerstädte viel offensiver gemacht“, sagt Koch. Das soll sich nun ändern. Die bestehende Planung für die Anlage einer Promenade vom Alten Hafen bis Schiffsanleger soll bestehen bleiben: Die Promenade soll „alleeartig“ (Koch) angelegt werden, zur Weser hin soll ein kleines Mäuerchen entstehen, auf dem Passanten auch einmal ausruhen können sollen. Ein – behindertengerechter – Fußweg soll direkt an der Weser entlang führen.

Der Bereich direkt vor dem Brückentorsaal, der momentan noch als Parkplatz und für Anlieferungen genutzt wird, wird laut politischem Beschluss künftig also nur noch für den Anlieferverkehr zugänglich sein. Neu gepflastert werden soll dieser Bereich aber nicht. „Das würde den Kostenrahmen sprengen“, erklärt Koch den Grund. „Wir müssen uns hierbei schließlich auch am städtischen Haushalt orientieren.“

Doch trotz angespannter Haushaltslage erlaubt sich Koch einen etwas weiteren Blick in die Zukunft: Wenn wieder etwas mehr Geld da sei, dann könne man sich überlegen, ob die Promenade noch in Richtung Doktorsee verlängert werden könnte. Auch wenn die jetzt geplante Weserpromenade kleiner ausfallen wird als früher angedachte Entwürfe: Die Rintelner und die Touristen hätten dann zumindest wieder eine direkte Verbindung zur Weser. Und das besagte Pfund, mit dem die Stadt wuchern könnte.



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