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Wochenrückblick der Redaktion / Trubel um Schilder-Seite und Verwirrung beim Lesen

Namensvetter und Rätselraten um Überschrift

Houston, wir haben ein Problem. Besser gesagt, Sroda Slaska, wir haben ein Problem. Mit unserer Seite über Willkommensschilder in Hameln haben wir Vertriebene aus Schlesien gegen uns aufgebracht. Tenor: Erstens liege Neumarkt nun einmal in Schlesien, und zweitens sei der Zusammenhang mit der „braunen Zeit“ eine unhaltbare Reduzierung der Geschichte auf einen vergleichsweise kurzen Zeitraum. Auch einige Briefe haben uns erreicht und sogar ein Buch mit Erinnerungen an die alte Heimat. Darunter anonyme Zuschriften von erbosten ewig Gestrigen und freundliche Gespräche mit Nachkommen, die die Herkunft ihrer vertriebenen Eltern samt Leidensgeschichte in Ehren halten wollen. Nur die Stadt Hameln hat sich noch nicht gemeldet und Stellung dazu genommen, ob sie das Schild, mit dem sie auf ihre Patenschaft für die Stadt in Polen hinweist, ergänzen oder erneuern will . Ein Blick zu den Nachbarn: Rintelns Patenstadt trägt auch in Rinteln den polnischen Namen Slawno und nicht Schlawe.

veröffentlicht am 17.12.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:50 Uhr

Birte Hansen

Autor

Reporterin zur Autorenseite

Überbrückt: Wir schließen die Brücke – es geht nicht anders. Und dann öffnen wir die Brücke – es geht nicht anders. Das Hamelner Brückentheater vor der Weihnachtszeit hat ein Ende. Nach Staus und Streit wegen der Schließung der Münsterbrücke mitten im Weihnachtsgeschäft ist sie jetzt doch wieder geöffnet worden. Und das bleibt auch erst einmal so. Wirklich. … Oder?

Uneitel: Erst nach vier Berichten meldete sich der Herr der Brücken und merkte ganz vorsichtig an, dass er gar nicht Volker, sondern Markus Brockmann heiße. Verzeihung, Herr Brockmann! Sie haben aufgrund Ihrer leitenden Position im Straßenbauamt einfach so viel zu sagen, dass wir sie glatt zum Politiker Volker Brockmann gemacht haben …

Denglisch: Täglich blättert Kollege (joa) den „Täglichen Anzeiger“ aus Holzminden durch, um zu sehen, was sich dort tut – und blieb an einer Überschrift hängen: Volksbank Weserbergland besser geratet. Geraten? Besser geraten als was oder wer? Geratet? Was wollen die denn? Bis endlich der Groschen fiel – von einer Rating-Agentur! Zeigt auch uns wieder mal, dass nicht jedes englische Wort einfach übernommen werden kann.

Verkuppelt: Ein Bericht in der Dewezet über den gebürtigen Hamelner Lars Bode, der in St. Louis/Kalifornien lebt und arbeitet, hat weite Kreise gezogen: Der in der Fachwelt renommierte Forscher kommt am Montag nach Hameln und berichtet dort Ärzten von seinen Erkenntnissen zum Thema Muttermilch. Schön, wenn unsere Arbeit derart grenzüberschreitend wirkt und Horizonterweiterung zur Folge hat.



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