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„Spectre“: Der neue „Bond“ ist wieder actionreicher, turbulenter, gewalttätiger – und macht Spaß

Martini mit Bumms

Hameln. Etwas mehr Martini, etwas weniger Qualen für 007: Der neue James-Bond-Film „Spectre“ läuft am Donnerstag in Hameln an. Mindestens viermal täglich öffnet das Maxx-Kino dafür seine Türen – ein Besuch lohnt sich: Der neue „Bond“ macht Spaß.

veröffentlicht am 04.11.2015 um 17:35 Uhr

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Regisseur Sam Mendes hatte James Bond in „Skyfall“, dem letzten 007-Abenteuer, ganz schön leiden lassen: Auf einem einsamen Bauernhof in den schottischen Highlands musste er sich gegen einen übermächtigen Gegner wehren. Doch nun ist Zeit für Vergeltung. Darum geht es sofort zünftig los, und zwar in Mexiko City, ausgerechnet am „Tag der Toten“ mit riesengroßem Festzug. James Bond schießt auf der inoffiziellen Jagd auf einen italienischen Gangster zunächst daneben, es kommt zur Kabbelei in einem Hubschrauber, der führerlos in die Menschenmenge zu stürzen droht. Die Witwe des Gangsters, Lucia Sciarra (Monica Bellucci), lockt 007 nach Rom, hier schleicht sich Bond in ein Treffen der Verbrecherorganisation Spectre ein.

Von Rom geht’s nach Österreich, die schöne Madeleine (Léa Seydoux), Tochter seines Erzfeindes Mr. White (Jesper Christensen) aus „Casino Royale“, gibt weitere sachdienliche Hinweise, die nach Marokko und dann nach London führen. Bis James Bond auf dem Folterstuhl eines alten Freundes, Franz Oberhauser (Christoph Waltz), sitzt. M (Ralph Fiennes) kämpft derweil um die Existenz des MI6.

Im Gegensatz zu „Skyfall“, dem das Fantastische und Exotische früherer Bondfilme nicht so wichtig war, wartet Mendes hier mit alten 007-Versatzstücken auf, die man doch arg vermisste, vom Aston Martin mit Schleudersitz bis zur Armbanduhr mit Bumms, von der Schurkenfestung in einem Krater bis zum übermächtigen Schläger, von einem gewitzten Q bis zum strengen M. Bond ist also wieder actionreicher geworden, turbulenter und gewalttätiger.

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Sony Pictures

Die Umstrukturierung des britischen Geheimdienstes greift, wie schon mehrere andere Actionfilme aus jüngster Zeit, aktuelle Probleme der Überwachung und Datenspeicherung auf. Wenn alle Datenbanken der neun wichtigen Geheimdienste vernetzt würden, bräuchte das MI6 keine Doppelnullagenten mehr. Und das kann M natürlich nicht recht sein. Das führt zwangsläufig dazu, dass die Gegenspieler gar nicht mehr so schillernd böse und interessant gemein wirken. Sie sitzen nur noch am Computer oder reden ununterbrochen. Trotzdem macht der neue „Bond“ Spaß, der Action wegen, der Schauplätze wegen, der schönen Frauen wegen. Léa Seydoux ist in ihrem eng fließenden Silberkleid eine Wucht.

„Spectre“ läuft im Hamelner Maxx-Kino täglich um 14, 16.30, 17 und 19.30 Uhr, täglich außer Fr. auch um 20 Uhr, täglich außer Sa. auch um 20.15 Uhr, Fr. und Sa. auch um 21.45 und 22.45 Uhr und Sa. und So. auch um 12.20 Uhr.



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