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Regisseur Brad Peyton legt in „San Andreas“ San Francisco in Schutt und Asche

Kaputt!

San Andreas – das ist der berühmt-berüchtigte Graben, der sich über 1100 Kilometer durch Kalifornien zieht. Zwei Erdplatten verschieben sich hier jährlich um fünf Zentimeter. Geologen nennen das auch gern eine „tektonische Verwerfungszone“. Mit anderen Worten: Im Falle eines Falles ist hier der Teufel los – so wie 1906 beim Erdbeben von San Francisco, das fast die gesamte Stadt zerstörte. Ein Szenario, das Regisseur Brad Peyton für das Kino nun noch einmal wahr werden lässt.

veröffentlicht am 28.05.2015 um 06:00 Uhr

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Peyton erzählt die Geschichte des Hubschrauber-Rettungspiloten Ray (Dwayne Johnson) aus Los Angeles, der soeben von Noch-Ehefrau Emma (Carla Cugino) die Scheidungspapiere erhalten hat. Doch Ray bleibt keine Zeit zum Grübeln: Ein Erdbeben der Stärke 9 erschüttert die Stadt. Kein Stein bleibt auf dem anderen. Rays Tochter Blake (Alexandra Daddario) weilt derweil in San Francisco. Und so bleibt den verzweifelten Eltern nichts anderes übrig, als sich dorthin durchzuschlagen, um das Mädchen zu retten.

Von nun an lässt der Film nicht mehr locker, es geht kaputt, was kaputtgehen kann. Hochhäuser, die in sich zusammenfallen, der Hoover-Staudamm bricht, ein Tsunami trägt ein Kreuzfahrtschiff in die Innenstadt von San Francisco, die Golden Gate Bridge zerbricht wie ein Streichholz.

In dieser Vehemenz, von perfekten Computertricks in spektakuläre Bilder verwandelt, hat das durchaus etwas Trauriges, weil am Schluss die ganze Stadt in Schutt und Asche liegt. „Bist du verletzt?“, „Kannst du noch?“ – sprachlich bewegt sich der Film auf ausgetretenen Pfaden, auch die Rettung in letzter Sekunde hat man schon viel zu häufig gesehen. Interessant, dass sich mit Blake und ihren Freunden Identifikationsfiguren für ein jugendliches Publikum anbieten. Die Familiengeschichte hingegen strotzt nur so vor altbekannten Klischees. Man ahnt, dass Vater und Mutter wieder zueinanderfinden, die Katastrophe schweißt die Familie zusammen. Am Schluss weht die US-Flagge, „Wir bauen wieder auf!“ sagt Ray. Die Amerikaner werden auch mit dieser Katastrophe fertig.

„San Andreas 3D“ läuft im Hamelner Maxx-Kino täglich um 15.30, 17.55 und 20.15, Fr. und Sa. auch um 22.40 Uhr.



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