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Experte gibt Hilfestellung: Vom sorgfältigen Suchen bis zum Notieren der Seriennummer

Handy weg – was nun? Das ist zu beachten

Hameln. Viele kennen das: Die Zeit ist knapp, schnell werden die letzten Sachen zusammengekramt, um noch pünktlich zum Termin zu erscheinen. Doch plötzlich wird mit Erschrecken festgestellt, dass etwas Wichtiges fehlt: das Handy. In der heutigen Zeit besonders ärgerlich, ist das Mobiltelefon für die meisten Menschen doch inzwischen zu einem unverzichtbaren Alltagsbegleiter geworden. Die sogenannten Smartphones sind längst nicht mehr nur Telefon, sondern gleichzeitig Navigationsgerät, Terminkalender, Fotoalbum, Radioempfänger und Spielkonsole in einem.

veröffentlicht am 29.09.2011 um 06:00 Uhr

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Oft taucht das Handy zwar nach wenigen Minuten Suche wieder auf, doch gibt es auch Fälle, in denen es dauerhaft verschwunden bleibt. Was dann zu tun ist, weiß Ralf Siefken, Mitarbeiter des Mobilfunkanbieters O2 in der Stadt-Galerie: „Zunächst einmal empfehle ich, wirklich alle Taschen und Jacken gründlich zu kontrollieren. Oft wurde es in abgelegten Kleidungsstücken vergessen. Auch in Schubladen und an anderen Orten, an denen es in der Regel abgelegt wird, sollte unbedingt nachgeschaut werden. Dazu natürlich auf dem Handy anrufen, um die Suche zu erleichtern.“

Sind die Klingeltöne jedoch ausgeschaltet, nützt auch ein Anruf nichts. Für diesen Fall hat der Experte einen weiteren Tipp: „Ist das Gerät auf stumm geschaltet, besteht die Möglichkeit es über eine Bluetooth-Funkverbindung ausfindig zu machen. Mithilfe eines Computers oder eines anderen Handys, die ebenfalls über diese Verbindungstechnik verfügen, sucht man nach weiteren Bluetooth-Geräten in der Nähe. Erscheint das gesuchte Telefon in der Liste, befindet es sich im Umkreis von wenigen Metern. Aber auch das klappt nur, wenn die Bluetooth-Funktion beim Handy aktiviert ist.“

Bleibt die Suche erfolglos und das Telefon weiterhin verschwunden, sollte schnellstmöglich die SIM-Karte, die Chipkarte des Telefons, gesperrt werden. Denn nur dann bleibt Unbefugten der Zugriff verwehrt. Hierzu die eingerichtete Service-Rufnummer des jeweiligen Mobilfunkanbieters anrufen. Zu finden ist diese in den Vertragsunterlagen oder über das Internet. „Beim Sperren der SIM kann der Geschädigte gleich eine neue Karte beantragen. Beides ist meistens jedoch kostenpflichtig“, so Siefken weiter. Alternativ könne die Sperrung auch über ein Online-Kundenportal erfolgen.

Zum Sperren der Karte sollten die Handyrufnummer, SIM-Kartennummer sowie die Kundennummer oder das Kundenkennwort bereitgehalten werden. Sind diese nicht zur Hand, reichen oft auch die Rufnummer und der Personalausweis des Vertragsinhabers, um die Sperrung durchzuführen.

Es sei in jedem Fall ratsam, zur Polizei zu gehen und auch dem örtlichen Fundbüro seinen Verlust zu melden. Hier wäre es hilfreich die „International Mobile Equipment Identity“ (IMEI), die Seriennummer des Telefons, zu kennen. Diese also sofort notieren, wenn man ein neues Handy bekommt. Denn dann kann das Gerät, wenn es gefunden wird, einwandfrei identifiziert und seinem rechtmäßigen Besitzer zugeordnet werden. Die 15-stellige Nummer ist auf dem Typenschild des Handys, meist unter dem Akku, zu finden. Noch einfacher geht es jedoch, indem man die Tastenkomibination „Stern-Raute-Null-Sech-Raute“ (*#06#) eintippt. Dann erscheint die IMEI auf dem Display des Mobiltelefons.

„Wer von Anfang an auf Nummer sich gehen will, dem empfehle ich, gleich beim Kauf eines neuen Geräts eine Versicherung abzuschließen, die bei Diebstahl oder Eigenverlust einspringt. So ist man von Anfang an auf der sicheren Seite und der Verlust wird nicht zum Albtraum“ rät der Experte abschließend.

Für viele Menschen ist das Mobiltelefon zum unverzichtbaren Begleiter im Alltag geworden.

Foto: Bilderbox



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