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Markierung auf B 83: Nach fast zwei Jahren liegen Ergebnisse der Verkehrsstudie immer noch nicht vor

Grüner Streifen: Eine unendliche Geschichte

Hameln. In der Redaktion ist es schon fast ein Running Gag: „Was ist eigentlich mit dem grünen Streifen auf der B 83? Frag doch mal nach, was daraus geworden ist.“ Seit Monaten wird diese Frage regelmäßig gestellt. Gute Frage – nächste Frage. Denn eine Antwort gibt es bis heute nicht.

veröffentlicht am 22.05.2013 um 06:00 Uhr

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Bald zwei Jahre ist es her, seit der grüne Mittelstreifen auf der Strecke zwischen Hessisch Oldendorf und Hameln im Rahmen einer verkehrswissenschaftlichen Untersuchung angebracht wurden. Ziel des neuen Fahrbahnkonzeptes sollte sein, die Sicherheit auf Landstraßen erhöhen, und die Zahl der Verkehrstoten noch weiter reduzieren. Die Dewezet-Anfragen bei der Versuchsleiterin, Katrin Enzfelder von der Fakultät für Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ der Universität Dresden, lassen sich ebenso wenig noch an einer Hand abzählen wie die immer neuen Angaben, wann mit einem Ergebnis zu rechnen sei. Aktueller Stand: Keine neuen Erkenntnisse, alles wie vor gut zwei Jahren.

Damals hingegen tat sich auf der Strecke einiges: 120 Autofahrer mussten Fragen zur Fahrtrichtungstrennung beantworten („Sind Sie heute den gesamten Streckenabschnitt von Hessisch Oldendorf nach Hameln gefahren? Wie oft haben Sie heute im zweistreifigen Bereich überholt?“), die Antworten wurden von den Verkehrswissenschaftlern, die von der Bundesanstalt für Straßenwesen mit der Studie beauftragt worden waren, gewissenhaft festgehalten. Es sollte schließlich möglichst rasch ausgewertet werden, um Aufschluss darüber geben zu können, wie die Versuchsstrecke mit dem dicken grünen Streifen in der Fahrbahnmitte von den Autofahrern angenommen wird und welche Auswirkungen auf das Fahrverhalten die Streifen haben. Mit ersten Ergebnissen rechne man in etwa einem Monat, versicherte Katrin Enzfelder damals.

Ein Monat später. „Was ist eigentlich mit dem grünen Streifen auf der B 83? Frag doch mal nach, was daraus geworden ist.“ Gute Frage – nächste Frage. Noch keine Ergebnisse. Es könne nicht mehr lang dauern, aber man werde sich melden. Bald. Der Running Gag in der Redaktion nimmt seinen Lauf, in den kommenden anderthalb Jahren wird regelmäßig nachgefragt – und regelmäßig vertröstet.

Der Auftraggeber, der erst seine Zustimmung zur Veröffentlichung der Daten geben müsse und der Umfang des Projektes (neben den Daten aus Hameln müssen auch Fragebögen anderer Teststrecken in Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Baden-Württemberg ausgewertet und verarbeitet werden) werden regelmäßig als Begründung für die neuerliche Zeitverschiebung angegeben. Der Auftraggeber ist die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. So vergehen die Monate, ein Jahr, eineinhalb. Dann im April die frohe Botschaft, noch Anfang Mai könne man mit den Ergebnissen rechnen. Und jetzt, Mitte Mai? „Leider kann ich Ihnen erst eine Auskunft geben, wenn das Projekt formal beendet ist. Der formale Abschluss ist für Ende Juni geplant…“

Im Juni 2011 wurden auf der Teststrecke zwischen Hameln und Hessisch Oldendorf Autofahrer nach ihrem Fahrverhalten befragt.



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