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Sicherheit geht vor: Was man beachten sollte, wenn man mit dem Auto in die Ferien fährt

Gas geben – für den Urlaub auf vier Rädern

Hameln (kar). Sommerzeit – Reisezeit. Pünktlich mit dem Beginn der großen Ferien haben sich viele schon in den Urlaub begeben. Andere stehen dagegen noch in den Startlöchern, haben ihre Koffer bereits gepackt und warten darauf, endlich Gas zu geben. Denn: Die meisten nehmen das Auto an den Urlaubsort mit. Fast egal, wohin es geht – von ihrem fahrbaren Untersatz können sich die wenigsten trennen. Und sollten dabei Sicherheitsaspekte nicht vernachlässigen.

veröffentlicht am 02.08.2012 um 06:00 Uhr

„Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, nutzt oft die Möglichkeit, Bremsflüssigkeit, Licht und Bremsen bei uns an der Station noch einmal durchchecken zu lassen“, weiß Thomas Kuhlmann, Leiter der TÜV-Station in Hameln. Allerdings werden dabei auch immer wieder Fragen aufgeworfen. „Ein häufiges Thema sind die rechtlichen Bestimmungen in anderen Ländern, zum Beispiel beim Thema Warnwesten“, sagt der Hamelner Stationsleiter. „Je nach Land variiert die Anzahl, die mitgeführt werden muss. Während in Österreich zum Beispiel eine Warnweste für den Fahrer ausreicht, so benötigen in Frankreich alle Autoinsassen eine Warnweste.“

Auch zum Thema sicheres Verstauen des Urlaubsgepäcks werden die Sachverständigen oft befragt. „Wenn der Laderaum über Rückenlehnenhöhe

beladen wird, sollte man ihn durch ein stabiles Gitter oder Netz sichern. Alternativ kann man das Gepäck auch mit Decken abdecken und mit Zurrgurten über Kreuz an den dafür vorgesehenen Ösen am Kofferraumboden befestigen“, so Kuhlmann. „Außerdem sollten die schwersten Gegenstände möglichst direkt hinter der Rückenlehne platziert werden. So geht man sicher, dass auch im Falle einer Vollbremsung kein Gepäck herumfliegt und die Fahrzeuginsassen gefährdet.“

Wer Urlaubsstaus auf den Autobahnen vermeiden möchte, dem empfiehlt Kuhlmann die Reise mit dem Autozug. Von Hildesheim aus könne man zu vielen Reisezielen in Österreich, Italien oder Frankreich fahren: „Zum einen kommt man dann entspannt an und zum anderen hat man seinen eigenen Wagen dabei.“ Doch auch ohne eigenen Pkw kann man im Urlaub mobil sein. „Gerade bei Urlaubsreisen mit dem Flugzeug leihen sich viele Urlauber einen Mietwagen“, weiß Kuhlmann. Auch bei Mietwagen sollte man auf die Sicherheit achten: „Reifen und Beleuchtung kann man schnell überprüfen: Funktionieren alle Lichter und Blinker, haben die Reifen genug Profil, sind sie frei von Rissen? Auch Verbandkasten, Warndreieck, Warnwesten und Wagenheber sollten vorhanden sein.“ Kuhlmann rät, den Allgemeinzustand des Fahrzeugs vor und nach der Leihe zu überprüfen: „Damit einem im Nachhinein keine Beulen oder Kratzer zur Last gelegt werden.“ Im Zweifelsfall könnten ein Foto mit der Digicam oder eine kurze schriftliche Bestätigung des Vermieters viel unnötigen Ärger ersparen.

Falls im Urlaub dann doch etwas passiert, sind Versicherungsanlagen, Notfalltelefonnummern und ein mehrsprachiger Unfallbericht nötig. „Viele Unterlagen kann man sich schon vor Reiseantritt zu Hause zusammenstellen“, sagt Kuhlmann. Bei Abschluss des Mietvertrages sollte neben der Regelung, ob der Tank bei Abgabe voll sein muss oder leer sein kann, auch ein Blick auf die Versicherungspolice geworfen werden. Kuhlmann: „Ich empfehle eine Versicherungssumme von mindestens einer Million Euro bei Vollkasko ohne Selbstbeteiligung.“

Die meisten Deutschen nehmen ihr Auto mit in den Urlaub, um vor Ort mobil zu sein.

Wer mit Kindern in die Ferien fährt, sollte sich rechtzeitig überlegen, wie man die Kleinen auf langen Strecken beschäftigt – auch wie hier in

den Pausen.

Foto: dpa



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