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Keine Probleme mit dem Empfang: Beschädigter Mobilfunk-Sender auf Windkraftanlage repariert

Es klingelt wieder, doch das Rad steht still

Weibeck/Höfingen (ch). „In Gebieten, die mit der Postleitzahl 3 anfangen, haben wir Störungen“, bestätigte ein Mitarbeiter der O2-Hotline vor einigen Monaten eine Anfrage der Dewezet. „Das geht schon ’ne Weile“, hieß es damals. Gründe für die Störung und wann diese behoben sei, konnte er nicht sagen. Stattdessen gab es viele Minuten in der Warteschleife und den Rat, ein Fax an eine 0180er-Nummer in Nürnberg zu schicken.

veröffentlicht am 21.12.2011 um 06:00 Uhr

Schon damals war vermutet worden, dass es einen Zusammenhang zwischen der Störung und einer defekten Windkraftanlage, die zwischen Weibeck und Krückeberg steht, geben könnte. Auf dem Windrad befindet sich ein Sender des Mobilfunkunternehmens. In der Nacht zum 31. März hatten Buntmetalldiebe Kupferkabel und -klemmen entwendet und das Antennenkabel der Funkanlage durchtrennt. Eine offizielle Bestätigung für den vermuteten Zusammenhang gab es jedoch nie.

Über diese mangelhafte Aufklärung empörte sich auch Rainer Kater, O2-Vertragshändler in Hessisch Oldendorf, der nach eigener Aussage ebenfalls „keine gescheite Auskunft“ bekam. Dabei seien jeden Tag mehrmals Kunden zu ihm gekommen, um sich über ihren O2-Empfang zu beschweren Diese hätten das Recht, ihren Vertrag zu kündigen, wenn trotz anderslautender Vereinbarungen kein Netz vorhanden sei, erklärte Kater. Ein möglicher Zusammenhang zwischen dieser Kündigungsoption und der fehlenden Auskunft des Mobilfunkanbieters lag nahe. Kater hat seine Zusammenarbeit mit O2 daraufhin auf das Minimum reduziert. Die Beschwerden seien jedoch zwei, drei Wochen nach Erscheinen des Dewezet-Artikels zurückgegangen, sagt er.

„Die Funkstation ist wieder in Betrieb, es gibt keine Probleme mehr“, lautet auch die Aussage der MIC GmbH (Gesellschaft für ökologische Energien mbH mit Sitz im Hamelner Hefehof), die sich um den Betrieb und die Reparatur der beschädigten Windkraftanlage kümmert. Die Ersatzteile für den Trafo seien geliefert worden, jetzt gebe es keine Probleme mehr mit dem Empfang. Die Windkraftanlage läuft jedoch nach Angaben der GmbH noch nicht wieder. „Wir warten auf Ersatzteile“, hatte einer der Gesellschafter, Manfred Meyer-Gattermann, bereits im Juli verkündet, und verdeutlicht, dass sich die Lieferung aufgrund der großen Nachfrage länger hinziehen könne. Über fünf Monate später sind die Teile tatsächlich noch nicht da. Zudem sei noch nicht geklärt, wie es überhaupt mir der Windkraftanlage weitergehen werde. „Ob der Besitzer die Anlage reparieren lässt oder verkauft, ist noch ungewiss“, lautet die Aussage der MIC GmbH. Den O2-Kunden aus dem 3er-Postleitzahlen-Gebiet dürfte das egal sein – zumindest bis sie sich bei der nächsten Störung wieder auf die vergebliche Suche nach einer offiziellen Auskunft machen müssen.

Der Artikel über die Störung im Mobilfunknetz erschien am 4. Juli 2011.



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