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Inzwischen gibt es mehrere Interessenten für ehemalige Lauensteiner Grundschule

Erste Gespräche laufen

Lauenstein. Im Juni 2013 war die als Grundschule genutzte Ernst-Rudorff-Schule in Lauenstein geschlossen worden, die Kinder müssen seitdem nach Salzhemmendorf fahren. Ebenso müht sich Salzhemmendorf seit nunmehr knapp zwei Jahren, die Immobilie anderweitig an den Mann zu bringen. Erst hat die Stadt es selbst versucht und das 1400 Quadratmeter große, in direkter Nähe zum Lauensteiner Ortskern gelegene Gebäude über das Internet in entsprechenden Foren angeboten, aber dabei keinen Erfolg gehabt.

veröffentlicht am 17.06.2015 um 06:00 Uhr

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In letzter Konsequenz hat der Flecken die Sparkasse Weserbergland als Makler eingeschaltet, um die Aufgabe Fachleuten zu überlassen. Dieser Schritt liegt bald ein Jahr zurück und aus der Gemeinde ist zu hören, dass sich was tut bei der ehemaligen Grundschule in Lauenstein. „Wir sind vorsichtig optimistisch“, sagt Thomas Hölscher, Mitarbeiter in der Salzhemmendorfer Verwaltung.

Es gebe inzwischen mehrere Interessenten, berichtet Hölscher weiter. Die Gespräche liefen, befänden sich aber noch in einem sehr frühen Stadium. Nähere Informationen zu den Interessenten konnte Hölscher nicht geben, denn man wisse schließlich nicht, ob die Gespräche weiterhin erfolgreich verliefen. Nachdem die Interessenten mit dem Makler alles geklärt hätten, wäre Salzhemmendorf dran, in die Gespräche einzugreifen. Als Eigentümer der Immobilie sei es wichtig, dass Salzhemmendorf bei der Entscheidung über die Nachnutzung mit im Boot sitze, heißt es aus der Verwaltung. Wer auch immer in die Räumlichkeiten einzieht, sollte in die Umgebung der ehemaligen Grundschule passen, so Hölscher. Explizit würde im Vorfeld eines Zuschlags auch der Lauensteiner Ortsrat in die Beratungen miteinbezogen. Das Gremium habe ein Mitbestimmungsrecht, erklärt Hölscher, wieso es auch auf die Zustimmung des Ortsgremiums ankomme.

Konkret geht es bei der seit zwei Jahren geschlossenen Lauensteiner Grundschule um zwei Gebäude, einen denkmalgeschützten Altbau aus dem Jahr 1890 und einen Anbau aus dem Jahr 1957, mit insgesamt 1400 Quadratmetern. An das Gebäude schließt sich die große, parkähnliche Freifläche des ehemaligen Pausenhofes der Schule an. Was die Suche nach einem neuen Eigentümer erschweren könnte, ist die Tatsache, dass die Räumlichkeiten derzeit nicht komplett leer seien, wie Hölscher erzählt. Das Gemeindearchiv sei derzeit dort untergebracht, die Ortsbücherei, ein kleines Heimatmuseum und zwei der vier Mietwohnungen würden gerade genutzt, führt Hölscher aus. Einzig der Anbau ist seit der Schließung der Schule ungenutzt. Klar sei, dass die Verträge für den Flecken Salzhemmendorf Bestand haben. Dementsprechend müssten die derzeitigen Interessenten entweder mit den Mietern leben oder es müsste eine anderweitige Lösung gefunden werden. Für die Ortsbücherei sei man in dieser Hinsicht auch schon auf einem guten Weg, denn der Flecken habe eine Immobilie für sie in Aussicht. Hölscher verriet aber noch nicht, wo die Einrichtung hinziehe. Damit wäre dann schon mal ein Mieter aus dem ehemaligen Schulgebäude ausgezogen.



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