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Wie man die exotische Pflanze aus Mexiko nach dem Fest wieder zum Blühen bringt

Ein Stern – nicht nur für die Weihnachtszeit

Hameln. Sterne haben jetzt Saison. Auch im Blumentopf. „Weihnachtssterne sind neben der Christrose die klassische Weihnachtspflanze“, bestätigt Peter Ehlerding von Blumen-Ehlerding, der die Exoten aus dem fernen Mexiko in allen erdenklichen Größen und Farbspielen von Rot über Weiß und Rosa bis hin zu geflammt oder Bordeaux anbietet. „Aber 70 Prozent der Kunden bevorzugen das klassische Rot“, sagt Ehlerding. 40 Millionen Weihnachtssterne gingen in Deutschland allein im vergangenen Jahr in der Adventszeit über die Ladentische, meldet der Landvolk-Pressedienst. Die blühenden Zimmerpflanzen sorgen für weihnachtliches Flair – solange die Blätter schön bunt sind. Doch spätestens, wenn sie diese verloren haben, wandern die meisten Weihnachtssterne auf den Müll. Dabei handelt es sich um pflegeleichte Zimmerpflanzen, die gute Chancen haben, groß und alt zu werden. „Ab Frühherbst wird verdunkelt“, erklärt Peter Ehlerding: „Dann brauchen Weihnachtssterne 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit, um ihre Scheinblüten auszubilden.“ Und die können auch im nächsten Jahr so prachtvoll sein wie beim Kauf der Pflanze, wenn man ein paar Pflegetipps beachtet. Wie man Weihnachtssterne behandelt und was man über sie wissen sollte:

veröffentlicht am 08.12.2011 um 06:00 Uhr

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Hochblätter sind keine Blüten: Die typischen, bunt gefärbten Hochblätter sind Scheinblüten. Die echten Blüten verstecken sich klein und unauffällig in der Mitte der bunten Blätter.

Nass oder trocken? Weihnachtssterne hassen nasse Füße. Vor zu häufigem Gießen sei daher gewarnt. Wer zuviel wässert, wird sehen, wie die Pflanze die roten Blätter in gelbe verwandelt und verendet.

Sicher wässern: Fühlt sich die Erde unter der Oberfläche trocken an, ist es Zeit für ein Wasserbad: Den ganzen Topf so lange in einen Eimer Wasser tauchen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Danach die Pflanze gut abtropfen lassen und erst wieder in einen Übertopf stellen, wenn kein Wasser mehr unten aus dem Topf läuft, um so ein tödliches Fußbad zu verhindern. Auch wenn der Stern vorher schon ein paar Blätter abgeworfen hatte – macht nichts: Er erholt sich wieder.

Düngen: Während der Wachstumsphase reicht ein handelsüblicher Dünger.

Standort: Ein warmer, heller und sonniger Standort ist optimal. Der Weihnachtsstern verträgt direkte Sonneneinstrahlung, mag aber keine Zugluft.

Nach der Blüte die Pflanze kräftig zurückschneiden. Keine Angst, sie treibt sehr schnell wieder aus. Bis April/Mai sollte man ihr eine Ruhezeit gönnen und sie kühler stellen. Danach umtopfen und wieder regelmäßig gießen und düngen. Im Sommer verträgt sie einen Standort im Freien.

Für eine erneute Blüte muss man die Lichtverhältnisse schaffen, die die Pflanze aus ihrer Heimat kennt. Dazu gehört der 12-Stunden-Rhythmus aus Licht und völliger Dunkelheit. Schon eine Straßenlaterne kann die Farbenpracht beeinträchtigen. Um rechtzeitig zum nächsten Advent Freude am Weihnachtsstern zu haben, deckt man ihn in der Dunkelphase am besten mit einem Karton vom frühen Abend bis zum nächsten Vormittag ab oder lässt ihn zum Beispiel in einem Schrank übernachten.

Vorsicht: Der Weihnachtsstern ist ein Wolfsmilchgewächs, das giftig ist. So schön er ist: Er sollte nicht in Reichweite von Kindern oder Haustieren aufgestellt werden.

Weihnachtssterne gelten als klassischer Adventsschmuck und werden nach dem Fest meistens entsorgt. Dabei kann die exotische Pflanze auch bei uns groß und alt werden, wenn man einiges bei der Pflege beachtet.

Foto: Wal



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