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Vor einem Jahr hat Ratsfrau Spendenaktion für Fußgängerzone gestartet – viel daraus geworden ist nicht

Ein guter Gedanke, der schnell vergessen war

Hameln (ch). Die Entscheidung fiel für Naturstein. Vor rund einem Jahr beschloss der Hamelner Rat, nach dem Pferdemarkt auch die übrige Fußgängerzone mit Naturstein zu pflastern. Mehrkosten in Höhe von 440 000 Euro wurden für das teure Pflaster veranschlagt. Kosten, die die Stadt zu tragen hat. Doch warum, so fragte sich Ratsfrau Karin Echtermann (SPD), sollten nicht auch die Bürger etwas dazubezahlen? Schließlich würden alle Hamelner von der Neuerung profitieren. Sie rief eine Spendenaktion für die Fußgängerzone ins Leben.

veröffentlicht am 18.07.2012 um 06:00 Uhr

Am 5. Juli berichtete die Dewezet ausführlich über die Aktion. Danach allerdings hörte man wenig von der Initiatorin und der Stadt, die von dem Projekt anfangs sehr angetan war und die Idee aufgreifen wollte (Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann: „Eine tolle Idee“), aber den Worten keine Taten folgen ließ. Mit dem Erfolg, dass nur 17 Bürger und Unternehmen für das Pflaster spendeten. Immerhin 3335 Euro kamen vonseiten der Bürger – zusätzlich zu dem, was an Steuern, Beiträgen und Abgaben in den städtischen Haushalt fließt – zusammen (gleich zu Beginn spendete ein Privatmann 1000 Euro).

„Also, mein Mann und ich haben gespendet“, erzählt Initiatorin Echtermann. „Ich habe auch damals vor allem an meine Ratskollegen appelliert, mit einem guten Beispiel voranzugehen.“ Weitere Aufrufe zum Spenden gab es seitdem jedoch auch von ihrer Seite nicht. Dass ein Grund für die geringe Teilnahme an mangelnder Werbung für die Aktion sein könne, wollen weder Echtermann noch Stadtsprecher Thomas Wahmes bestätigen. „Ich denke, wer sich dafür interessiert, hat es damals auch mitbekommen“, sagt Wahmes. Echtermann verweist darauf, dass sie „im privaten Kreis“ immer wieder geworben habe.

„Keine Spende ist zu klein“, sagt Wahmes. Es sei ein Zeichen, dass die Hamelner die Fußgängerzonensanierung für wichtig erachten. Mit 50 Euro, so die grobe Rechnung, könnten die Mehrkosten für einen Quadratmeter Natursteinpflaster finanziert werden. Bei 3335 Euro immerhin 67. Als Dank an alle Spender sollen die Namen der Unterstützer, die es möchten, auf einer Tafel an einer Info-Stele veröffentlicht werden. Die Stele soll an einer zentralen Stelle in der Fußgängerzone aufgestellt werden. Wer seine Zustimmung zum Natursteinpflaster noch durch einen finanziellen Beitrag verdeutlichen möchte, kann noch spenden: Kontonummer: 74385; Bankleitzahl 254 500 01 bei der Stadtsparkasse Hameln.

Am 5. Juli 2011 berichtete die Dewezet über den Spendenaufruf für die Sanierung der Fußgängerzone.



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