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Will Smith begegnet in „Verborgene Schönheit“ Liebe, Zeit und Tod

Drama und romantische Komödie

Wenn so abstrakte Ideen wie Liebe, Zeit und Tod eine Anschrift hätten, vielleicht am Nord- oder Südpol, was würden sie dort wohl für Post empfangen? Und was würden sie den Menschen dieser Welt antworten, wenn sie ihnen ein Besuch abstatten und mit ihnen sprechen könnten? In seinem zwischen Fantasy, Drama und romantischer Komödie wechselndem Film „Verborgene Schönheit“ hat Regisseur David Frankel dieses Konzept zum Leben erweckt.

veröffentlicht am 18.01.2017 um 18:11 Uhr
aktualisiert am 03.08.2017 um 16:37 Uhr

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Herausgekommen ist eine gut gemeinte Mischung aus seichtem Kitsch und tiefgründiger Botschaft.

Für ernstere, gefühlsbetonte Rollen ist der einstige Bösewicht und Alien-Jäger Will Smith spätestens seit „Das Streben nach Glück“ und „Sieben Leben“ bekannt. Nun spielt er Howard, den Chef einer erfolgreichen Werbeagentur. Nach dem Tod seiner kleinen Tochter zieht er sich zurück und strampelt halb trauernd, halb wütend mit dem Fahrrad durch New York. Nur in Briefen, die er an „Liebe“, „Zeit“ und „Tod“ adressiert, versucht er, die Tragödie zu verarbeiten.

Um den einsilbigen Howard zum Wohl der Firma, aber auch um seiner selbst willen ins Jetzt zurückzuholen, engagieren seine Kollegen ein finanziell klammes Schauspieler-Trio: Amy (Keira Knightley), Raffi (Jacob Latimore) und Brigitte (Helen Mirren) sollen als die Allegorien in Howards Alltag auftauchen und ihn dazu bewegen, seine fatalistische Weltsicht abzulegen. Trotz der teils flachen Gags regen ihre alltagsphilosophischen Dialoge mit Howard dazu an, auch über die Bedeutung und Prioritäten des eigenen Lebens nachzudenken.

„Wenn Liebe die Schöpfung ist und Tod die Zerstörung, bin ich nur das Gelände dazwischen“, sagt etwa Raffi, der Howard in der Rolle der „Zeit“ als cooler Teenager mit Skateboard auf den Fersen ist. „Ich war die ganze Zeit dabei“, versichert ihm dagegen die in Rot gekleidete Claire als „Liebe“ zum Tod seiner Tochter. Auf offener Straße ruft sie ihm entgegen: „Ich bin das einzige Warum!“

Die äußerst sympathische Brigitte freut sich als „Tod“ unterdessen nicht nur über die 20 000 Dollar, die jeder der drei Darsteller pro Einsatz bekommt, sondern auch über ihre „schauspielerische Glanzleistung“.

Auch von Howards befreundeten Kollegen, die ihn aus seiner Misere befreien wollen, lässt sich etwas Lebensweisheit abgucken: von Whit (Edward Norton), der um die Liebe seiner Tochter kämpfen lernt, von Claire (Kate Winslet), die im biologischen Wettlauf gegen die Zeit Kinderwünsche hegt und von Simon (Michael Peña), der dem Tod ins Auge blicken und seiner Familie seine tödliche Krankheit beichten muss.


„Verborgene Schönheit“ läuft im Hamelner Maxx-Kino täglich um 16.15 und 20.05 Uhr, außer samstags, dann um 15.35 und 19 Uhr.



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