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„50/50 - Freunde fürs (Über)leben“: Ernst und witzig – ohne Klamauk

Die feine Balance finden

Natürlich kann man nach einer Krebsdiagnose ein eigenes Drogenimperium aufbauen, wie Walter White in „Breaking Bad“, aber zumeist folgen der tragischen Offenbarung doch eher Selbstzweifel und Todesangst. So wie hier: Der überkorrekte Adam (Joseph Gordon-Levitt) bewohnt mit seiner Künstler-Freundin Rachael ein kleines Haus in Seattle und wird jeden Tag von seinem besten Freund Kyle (Seth Rogen) zur Arbeit abgeholt. Aufgrund von Rückenschmerzen und Kurzatmigkeit sucht Adam einen Arzt auf, der ihn mit einer seltenen Wirbelsäulenkrebs-Diagnose konfrontiert. Der junge Mann nimmt die Hiobsbotschaft erst einmal gefasst auf und verzweifelt auch dann nicht, als er im Internet von seiner nur 50-prozentigen Überlebenschance erfährt.

veröffentlicht am 12.07.2012 um 00:00 Uhr

Gradlinig und frisch erzählt, dazu mit einer talentierten Besetzung gesegnet, findet Regisseur Jonathan Levine die Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Humor. So herrscht durchweg eine positive Grundstimmung vor und es darf immer wieder herzlich gelacht werden, ohne dass Levine die Krankheit dabei verharmlosen würde.

„50/50“ macht seinem Namen Ehre: Auf witzige und dabei respektvolle Weise gelingt es Levine und seiner tollen Besetzung, die Hochs und Tiefs eines jungen Menschen mit einer möglicherweise todbringenden Krankheit abzubilden – und das jeweils ganz ohne Klamauk.



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