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Ein Profi geht in den Ruhestand

Dewezet-Redakteur Roland Giehr sagt „Tschüss“

HAMELN. Liebe Leser, vor allem liebe Sportseiten-Leser, es ist etwas geschehen, was als unmöglich galt und sich auch für uns nach ein paar Tagen noch irreal anfühlt: Eine Institution geht in Rente – Roland Giehr.

veröffentlicht am 19.04.2021 um 16:02 Uhr
aktualisiert am 19.04.2021 um 19:00 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Aktuell genießt er noch ein paar Tage Urlaub, bevor er ab dem nächsten Monatsersten dann offiziell Rentner sein wird. Der Roland, wie er heißt, seines Zeichens der Ro, für Freunde der Rolli, auf den Sportplätzen der Torjäger, der Profi, wie er sich selbst gern nannte – er geht, und wie man das als Hamburger so macht, sagt er einfach „Tschüss“.

Seit August 1984 – wie es sich für einen Fußballer gehört, also ein echter Sommer-Transfer – war Ro für die Redaktion tätig, schrieb Ro für die Dewezet, nutzte sein gewaltiges Netzwerk zu Spielern, Trainern, Managern, Platzwarten und weiß der Herrgott noch zu wem.

Jedenfalls wusste – und weiß – Roland immer Bescheid, was in den Sporthallen, auf den Sportplätzen und vor allem hinter den Kulissen so los war und ist. Er hörte sprichwörtlich das Gras wachsen, was für einen Fußballer zwar naheliegend, aber nicht selbstverständlich ist. Bei Ro gehört es zur kongenialen Brillanz von Spielwitz und Passgenauigkeit – Sportler eben.

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Wirklich legendär, lieber Roland, sind Sätze wie „Pass mal auf, ich bin Profi, und ich weiß schon, wie ich das zu machen habe …“. Wir werden es vermissen. Um die Sache streiten, zusammenraufen, gemeinsam eine Lösung suchen und im besten Falle auch finden, war aber immer möglich. Mit Dir geht nun ein Original, einer der notfalls mit dem Kopf durch die Wand wollte, sich dabei auch mal die eine oder andere Beule holte – doch Kopfballungeheuer und Profis stört so etwas ja bekanntlich nicht.

Es gäbe so viele Anekdoten zu erzählen und damit zu veröffentlichen, ach Roland, das wäre jetzt ja doch irgendwie der richtige Zeitpunkt. Aber Du kennst das, der Platz ist beschränkt, es gibt einfach nicht mehr Zeilen, da müssen wir nun die vielen lustigen Geschichten zum Beispiel von dem Schwein im Mittelkreis oder aus dem Wohnzimmer nicht hier, sondern unter uns erzählen …



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