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Nabu registriert weniger Erdkröten als im Vorjahr / 500 Amphibien gerettet

Der „Lurch des Jahres“ verzieht sich

Rinteln (ll). Über sechs Wochen hat sich die Amphibienwanderung in diesem Jahr hingezogen. Eine ungewöhnlich lange Zeit, wie Nick Büscher, Vorsitzender des Rintelner Nabu, sagt. Aber dadurch, dass die Kriechtiere immer wieder die Wanderung einstellten, da sich frostfreie und bitterkalte Nächte abwechselten, habe sich die Wanderungszeit so lange hingezogen. Die Bilanz, die Büscher und seine ehrenamtlichen Helfer vorlegen, stimmt zuversichtlich: Die Naturschützer haben knapp 500 Amphibien durch das Aufstellen von Fangzäunen retten können.

veröffentlicht am 24.04.2012 um 18:16 Uhr

Am Waldkater sind nach Büschers Angaben insgesamt 119 Amphibien gezählt worden. Davon wurden 87 sogar über die Zufahrt des „Waldkaters“ getragen. „Im Einzelnen waren es 31 Erdkröten, vier Grasfrösche, 32 Bergmolche, 18 Fadenmolche und sogar zwei Kammmolche. Leider wurden auch 19 Amphibien tot auf der Zufahrt gefunden, die am Zaun vorbei gelaufen sind“, berichtet der Nabu-Vorsitzende.

Obwohl der Nabu auch sämtliche Pfade und Wanderwege mit eingezäunt und der Zaun eine Gesamtlänge von über 300 Metern hatte, sei es dazu gekommen, dass insbesondere Molche überfahren wurden. „Wir werden im kommenden Jahr einen speziellen Folienzaun an dieser Stelle verwenden, damit insbesondere die Molche nicht einfach über den groben Amphibienzaun klettern können“, so Büscher. An der Bundesstraße 83 wurden Amphibien gerettet, davon 68 Erdkröten, 13 Fadenmolche sowie 4 Bergmolche. „Es konnte ebenfalls der Nachweis erbracht werden, dass die Zauneidechse in diesem Bereich heimisch ist“, meint Büscher.

Im Vergleich zu den Zahlen des Vorjahres mäßig verlief die Amphibienwanderung an der Arensburg: Dort befindet sich auf einer Länge von 230 Metern ein Dauerzaun aus Leitplanken. „Gerettet wurden hier insgesamt 267 Kröten, Molche und Co.“ Unter den geretteten Tieren waren 170 Erdkröten, ein Grasfrosch, zwei Teichmolche, 49 Bergmolche, 37 Fadenmolche, sechs Kammmolche sowie ein Feuersalamander.

Die Krötenwanderung hat laut Büscher gezeigt, dass sich die Erdkröte, der „Lurch des Jahres 2012“, nicht so oft hat sehen lassen. Gegenüber dem Vorjahr sei bei den Zahlen der Erdkröte und einigen Molcharten wie dem Teichmolch ein Rückgang zu verzeichnen. Diese Amphibien will der Nabu besonders im Auge behalten, wenngleich „Schwankungen normal“ seien, wie Büscher betonte.



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