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Ein Wissenschaftler hat herausgefunden, dass es ohne die Tiere viel matschiger wäre

Das Watt und seine Würmer

Wenningstedt. Gäbe es keine Wattwürmer, gäbe es auch keine Sand-Spaghetti-Häufchen im Watt. Doch nicht nur das: Ohne Wattwürmer sähe das Watt ganz anders aus. Das hat der Forscher Nils Volkenborn herausgefunden. Ein Teil des Watts unweit der Insel Sylt hielt er einige Jahre frei von Wattwürmern. Dazu verlegte er ein Netz im Boden. Das hinderte die Tiere daran, sich in dem Teil auszubreiten.

veröffentlicht am 15.05.2013 um 06:00 Uhr

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„Ohne Wattwurm hat sich das Watt stark verändert“, berichtet der Wissenschaftler. Der Boden war vor allem viel matschiger. Das liegt daran, dass der Wattwurm eine Menge mit dem Boden anstellt. Er gräbt ihn zum Beispiel um. „Die Würmer fressen den ganzen Tag Sand und scheiden ihn wieder aus. Etwa einmal im Jahr graben sie so die oberen 20 Zentimeter des Wattbodens komplett um.“ Außerdem pumpt der Wattwurm ständig Wasser in seinen Tunnel im Boden. „Der Wurm macht das vor allem, um an Sauerstoff zu kommen.“ Der Sauerstoff ist im Wasser. Der Wurm nimmt einen Teil davon mithilfe seiner Kiemen auf. „Den anderen Teil pumpt er in den Boden. Davon profitieren dann andere kleine Lebewesen, die Sauerstoff brauchen. Sie siedeln sich deswegen in der Nähe des Wattwurms an.“ Aber nicht alle Tiere finden das gut. „Auf der wattwurmfreien Fläche siedelten sich andere Tiere an“, berichtet der Experte. Zum Beispiel Würmer und Muscheln, die es stört, dass der Wattwurm den Boden umgräbt.

Im Watt türmen sich meist unzählige Sand-Häufchen auf dem feuchten Boden. Sie sehen aus wie Spaghetti aus Sand. Das sind Ausscheidungen von Wattwürmern.dpa



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