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Das „Park+Ride“-Konzept ist Geschichte / Rathausplatz wird zum Lippertag morgen geöffnet

Bequem zum Einkauf pendeln

Hameln. Morgen wird es voll in der Hamelner Innenstadt, denn es ist Fronleichnam. An dem Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche strömen jedes Jahr zahlreiche Besucher aus Nordrhein-Westfalen nach Hameln, denn in dem Bundesland ist Fronleichnam ein gesetzlicher Feiertag. In Niedersachsen ist das nicht so, die Innenstadt hat geöffnet und viele Menschen aus dem Nachbarbundesland nutzen die Gunst der Stunde für einen ausgedehnten Shopping-Trip in die Rattenfängerstadt.

veröffentlicht am 03.06.2015 um 06:00 Uhr

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Dass der in Hameln oft nur kurz Lippertag genannte 4. Juni auch ein wichtiger Tag für die Städte im Landkreis Hameln-Pyrmont ist, zeigt sich besonders in Bad Pyrmont. Aus der Kurstadt erreicht die Lipper dieses Jahr das großzügige Angebot, dass Besucher am Fronleichnamstag im Innenstadtbereich frei parken können. In Hameln ist es soweit mit der Großzügigkeit zwar noch nicht, aber auch dort ist das Parken in der Innenstadt ein ständiges Thema. So auch vor zwei Jahren, als die damalige Mehrheitsgruppe aus CDU, Grünen und Unabhängigen einen Antrag für den Umweltausschuss vorbereitete, nach dem ein „Park+Ride“-Verkehr zu bestimmten Tagen eingerichtet werden sollte. Die Politiker dachten dabei vor allem an die vier Adventssamstage, Stadtfeste, Ausstellungen, Messen sowie verkaufsoffene Sonntage und natürlich den Lippertag am 4. Juni. Ziel der Mehrheitsgruppe war es, den Engpässen trotz Parkleitsystems Herr zu werden sowie die Innenstadtbewohner ein Stück weit von Lärm und anderen Verkehrsemissionen zu erlösen. Gleichzeitig angedacht war die Einrichtung eines Shuttle-Verkehrs vom Bahnhof zur Cityhaltestelle. So sollten Besucher, die mit der Bahn anreisen, schnell in die Innenstadt gelangen. Im Falle einer erfolgreichen Einführung des „Park+Ride“-Verkehrs sollte es nach Möglichkeit so weit gehen, dass das Parken auf dem Rathausplatz generell verboten werden könne. „Das Parken auf dem Rathausplatz sollte schon im Hinblick auf die gewünschte optimale Ausnutzung der Hamelner Parkhäuser in Zukunft nach Möglichkeit vermieden werden“, sagte auch der heutige Oberbürgermeister Claudio Griese in seiner damaligen Funktion als CDU-Fraktionsvorsitzender. „Park+Ride“ gab es in Hameln schon mal – und zwar in den 1990ern. Damals konnten Besucher zum Beispiel vom BHW-Parkplatz oder dem Britengelände an der Fischbecker Landstraße bequem in die Innenstadt pendeln. Einen kurzen Abstecher in diese Vergangenheit gab es vorübergehend 2002, als die Öffis an den Adventssamstagen einen „Park+Ride“-Service anboten, damit jedoch ein sattes Minus einfuhren. Im Folgejahr hatte es noch einen Versuch gegeben, danach verschwand das ohnehin teure Projekt wieder in der Schublade. Als Grund für das Scheitern wurde damals das große Parkplatzangebot der Stadt genannt, welches durch das Öffnen von zusätzlichen Parkplätzen, zum Beispiel den Parkplatz am Schiller-Gymnasium, zustande kam. Einen weiteren Ausflug in vergangene Zeiten des In-die-Stadt-Pendelns gab es ganz kurz beim Konzert der Rockband Pur im Jahr 2013. Dafür wurde extra ein Shuttle-Verkehr eingerichtet.

Aktuell ist eine Wiederbelebung des Shuttle-Verkehrs in die Innenstadt in Hameln aber auch kein Thema. Dennoch beobachten die Stadt, die Hameln Marketing und Tourismus GmbH und die Stadtwerke die Situation auf den Parkplätzen und in den Parkhäusern, um die Parksituation nach Möglichkeit immer weiter zu verbessern und zu wissen, wann es Tage gibt, an denen es Sinn haben würde, den Rathausplatz zusätzlich für Autos als Parkfläche freizugeben. Bis zu 60 Fahrzeuge passen auf den Rathausplatz, den – wenn er zum Parkplatz umfunktioniert wird – die Stadtwerke bewirtschaften. Auch morgen wird der Rathausplatz wieder zum Parkdeck, teilt die Stadt auf Anfrage mit. Allerdings mit einer Einschränkung: Denn erst wenn die – von den Gebühren her teurere – Tiefgarage vollgeparkt ist, wird der Platz geöffnet. „Sobald es eng wird“, teilt die Verwaltung mit, schaffe man die Voraussetzungen für das Parken oben. Auf dem Platz selber ist das Parken dann günstig: ein Tag kostet drei Euro.



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