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Ehemaliges Wesertor war einmal Teil des Zollamtes / Heute in Neubau integriert

Beim Abriss erhalten geblieben

Rinteln (who). Am Brückentor-Komplex an der Weserbrücke, der mit seinem postmodernen Aussehen im Kontrast zu den vielfältigen Fassaden der nahen Altstadthäuser steht, findet sich ein alter Torbogen, der sich seinerseits von seiner direkten Umgebung absetzt. Das Gebilde aus Sandstein ist Hauptelement des ehemaligen Wesertores, des einzigen erhaltenen Stadttores aus Rintelns Festungszeit (1665 bis 1806).

veröffentlicht am 24.12.2011 um 00:00 Uhr

Das Wesertor (es ist das dritte Stadttor neben Oster- und Seetor) war der Zugang zur Stadt an der Weser bei den Schiffsbrücken. Es wurde beim Festungsbau an dieser Stelle neu errichtet und das alte Tor am Ende der Engen Straße abgebrochen, die seit dem Mittelalter Rintelns Hauptstraße war.

Das neue Wesertor wurde um 1745 mit dem Amtssitz des Stadtkommandanten und dem Zollbüro überbaut. Nach der Auflösung der Festung fand das Gebäude anderweitige Verwendung als Zollamt (bis 1934) und als Polizeiwache (1957 bis 1970). Es bildete zusammen mit den Weserterrassen (angelegt Ende der 50er Jahre vom Verschönerungsverein als Restauration mit Freisitz), dem Zollschuppen und dem städtischen Schlachthof die „Skyline“ Rintelns an der Weser. Als sämtliche Gebäude und Anlagen 1970 abgerissen wurden für den Neubau des Brückentorkomplexes, versetzte man den Torbogen als stadtgeschichtliches Denkmal an die Westseite. Mit dem Umbau Ende der 80er Jahre wurde er in das Foyer des Brückentorsaales integriert.

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