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Sechs Wochen nach dem Bericht: Willem Schumann wird Achilles-Nachfolger

Auf Zeitungsartikel hin meldet sich Rintelns neuer Stadtmanager

Rinteln (mld). Es ist eine dieser Geschichten, die einfach zu schön sind, um wahr zu sein, und die man als Zeitung besonders gern berichtet: die Geschichte, wie Rinteln zum neuen Stadtmanager gekommen ist – durch eine Geschichte nämlich, die in unserer Zeitung erzählt wurde.

veröffentlicht am 20.07.2011 um 00:00 Uhr

Am 18. Mai dieses Jahres berichtete unsere Zeitung über den Abschied von Annette Achilles, die im Jahr 2007 die Stelle des Stadtmanagers angetreten hatte. Im Januar dieses Jahres hatte sie verkündet, dass sie auf eigenen Wunsch diesen Posten aufgeben werde.

An sich war geplant, die Stelle des Stadtmanagers bis zum Herbst erst einmal nicht wieder zu besetzen. Doch, wie das bei schönen Geschichten immer so ist, kam es dann doch anders als gedacht: Der Artikel über die Verabschiedung von Annette Achilles erreichte nicht nur unsere Leser, sondern auch Willem Schumann in Stolzenau. Dessen Tante, wohnhaft in Rinteln, hatte den Bericht gesehen und ihm Schumann zukommen lassen nach dem Motto: „Wäre das nichts für dich?“

Wäre es: Schumann schickte eine Bewerbung an den Stadtmarketingverein „Pro Rinteln“, über den die Stelle des Stadtmanagers läuft, wurde kurz darauf zum Bewerbungsgespräch eingeladen und siehe da: Es war der passende Kandidat für die Stelle. „Er hat uns überzeugt“, formuliert es Stefan Reineking, Vorsitzender von „Pro Rinteln“.

Gelernt hat Schumann, gebürtig aus Stolzenau, Jahrgang 1982, Reiseverkehrskaufmann und hat diese Ausbildung ebenso vorzuweisen wie ein abgeschlossenes Bachelor-Studium in Geografie mit Schwerpunkt Stadtmarketing und -entwicklung an der Ruhr-Universität Bochum.

Den Vertrag als neuer Stadtmanager hat Schumann bereits unterschrieben, derzeit befinde er sich noch in Rinteln auf Wohnungssuche, so Reineking. Mitte August soll Schumann die Stelle offiziell antreten.

Er wird in große Fußstapfen treten: Annette Achilles, die im Jahr 2004 ihren Dienst bei „Pro Rinteln“ begonnen hatte und seit 2007 Stadtmanagerin war, hat Projekte angestoßen wie den Rinteln Fünfer, der als Schaumburg Fünfer Nachahmung gefunden hat, sie hat ein stabiles städtisches Veranstaltungsprogramm aufgebaut, den Draisinenbetrieb durch schwere Zeiten geführt, hat die Gründung des Bundesverbands „Deutscher Draisinen Dachverband“ angeschoben, wodurch die Möglichkeit zur bundesweiten Werbung für deutsche Draisinenstrecken besteht, hat die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt auf breitere finanzielle Beine gestellt, die Bewerbung für das Projekt „Ab in die Mitte“ erarbeitet, die Beleuchtung der Weserbrücke vorangetrieben und die interne Kommunikation der Mitglieder verbessert.

Große Fußstapfen. Aber schon Schumanns Großvater hat sich einen Ruf erarbeitet und ist kein Unbekannter in Rinteln: Er war ärztlicher Direktor im hiesigen Krankenhaus.



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