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In der Neuverfilmung von Cinderella darf Märchen wieder Märchen sein

Anrührend und sehr bunt

Hameln. Die Märchenwelt war im Hollywood-Kino der letzten Jahre ein wenig durcheinandergeraten. Da musste sich „Rotkäppchen“ in „Red Riding Hood“ mit einem Werwolf herumschlagen, Hänsel und Gretel gingen mit dem Untertitel „Hexenjäger“ als Actionhelden in schwarzem Leder auf die Pirsch, während Schneewittchen in „Snow White and the Huntsman“ ebenfalls zur Kriegerin mutierte, um sich gegen die kaltherzige Stiefmutter zu wehren. Doch nun darf ein Märchen wieder Märchen sein, ganz im Sinne der Vorlage von Charles Perraults „Cendrillon oder der kleine gläserne Pantoffel“ (1697), schwärmerisch, anrührend und sehr bunt. Die Geschichte des Aschenputtels, aufgefrischt vom Shakespeare-Experten Kenneth Branagh, ist immer noch dieselbe. Cinderella (Lily James) kommt nach dem Tod der Mutter bei ihrer bösen Stiefmutter (Cate Blanchett) und deren eitel-dummen Töchtern unter. Als ungeliebte Dienerin schuftet sie tagein, tagaus. Im Wald lernt sie einen gutaussehenden Fremden kennen. Was sie nicht weiß: Es ist der Prinz (Richard Madden), der sie unbedingt wiedersehen will. Als der Hof zum großen Ball lädt, ist Cinderella der Besuch verboten. Doch eine gute Fee (Helena Bonham Carter) steht ihr zur Seite.

veröffentlicht am 12.03.2015 um 06:00 Uhr

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Branagh inszeniert die bekannte Geschichte ganz unironisch in einer Mischung aus Komödie, Kitsch und Spezialeffekten. Die Ausstattung ist detailfreudig, opulent, mit viel Glamour und satten Farben. Lily James überzeugt durch Charme und Natürlichkeit. Wenn sie beim Fest im blauen Ballkleid ihre Pirouetten dreht, liegen ihr alle zu Füßen. Cate Blanchett ist herrlich böse, aber auch verletzlich. Und dann ist da noch Helena Bonham Carter, die so etwas wie Skurrilität in den Film einbringt – fast so, als sei sie direkt aus einem Tim-Burton-Film entflohen.

„Cinderella“ läuft täglich im Maxx-Kino um 15.10, 17.30, 19.45 Uhr.



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