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Diamanti und Anne Harmanis stellten ihren Bisperoder Kulturtreff vor

Historischer Ort des Genusses

Bisperode (sto). Vor zwei Jahren waren Diamanti und Anne Harmanis von Zürich nach Bisperode gezogen. In-nerhalb kurzer Zeit hatten sie sich in das Dorf- und Vereinsleben integriert, neue Freunde gewonnen und in ihrem Haus den mittlerweile bekannten Kulturtreff mit gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre „Swiss Bisp-Art“ eingerichtet. Am Tag des offenen Denkmals ließen sie ihr schmuckes Fachwerkhaus in der Küthestraße 5 zu einem „historischen Ort des Genusses“ werden.

veröffentlicht am 15.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 15.10.2009 um 11:02 Uhr

Dieses zweitälteste Gebäude des Ortes ist etwa 300 Jahre alt. „Eine Mauer, die aus einem vorherigen Bau übernommen worden sein muss, ist noch älter“, machte Anne Harmanis bei einer Führung durch das Haus aufmerksam. Darauf lassen Art und Dicke der Mauer sowie die darauf zu sehenden Brandspuren schließen. In den Jahren 1625 bis 1638 habe es in Bisperode nämlich zwei große Brände gegeben, die das Dorf nahezu in Asche gelegt hatten. Es werde vermutet, dass um die besagte Mauer das Haus damals wieder aufgebaut wurde. Heute zieht sich die Mauer unter anderem durch zwei Räume des jeden Donnerstag von 15 bis 18 Uhr geöffneten Kulturtreffs. „Der kostenlose Kulturtreff ist ein Ort der Begegnung und der Kommunikation und bietet heimischen und auswärtigen Künstlern ein Forum zur Präsentation ihrer Arbeiten“, so Diamanti Harmanis, Sohn eines griechischen Ikonenmalers. Auch literarische Veranstaltungen sind möglich.

Am Tag des offenen Denkmals vereinte das Ehepaar Harmanis im Haus und im Garten den Kunstgenuss mit kulinarischen, architektonischen, musikalischen und literarischen Genüssen. Im Mittelpunkt der vom Shanty-Chor Bisperode musikalisch umrahmten und vom Heimatbund Bisperode initiierten Veranstaltung stand eine Ausstellung mit Bildern und Skulpturen heimischer Künstler. Zu sehen waren unter anderem Arbeiten von Rudolf Beckmann, Helga Seimer, Norbert Grell, Peter Neff und Diamanti Harmanis, seines Zeichens Restaurator, Kunst- und Dekorationsmaler im Ruhestand. Britta Wytrykusch sorgte mit ihren selbst gesiedeten Seifen für eine besondere Duftnote. Mit eigener Weißstickerei trug Marlene Stille zu der Ausstellung bei, und Siegfried Wolf zeigte einen Fuhrpark in Miniaturausgabe. Künstlerin des kalten Buffets war Gertrud Bode.

Anne Harmanis führt Besucher in ihr 300 Jahre altes Fachwerkhaus an der Küthestraße.

Foto: sto



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