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SPD-Kandidat gewinnt Direktmandat mit Vorsprung / Vietz (CDU): Einzug in Bundestag „unwahrscheinlich“

Schraps siegt deutlich

Johannes Schraps ist der Wahlsieger im Weserbergland. Mit einem deutlichen Vorsprung von 7947 Stimmen gewinnt der SPD-Kandidat das Direktmandat im Wahlkreis 46 und zieht damit in den Deutschen Bundestag ein. Schraps erhält 39,09 Prozent der Erststimmen. Sein größter Konkurrent um das Direktmandat, der Hamelner Christdemokrat Michael Vietz, kommt bei den Erststimmen auf lediglich 33,35 Prozent.

veröffentlicht am 25.09.2017 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 25.09.2017 um 15:53 Uhr

Lars Lindhorst

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Redaktionsleiter zur Autorenseite

Insgesamt 54 119 Menschen im Weserbergland gaben dem Kandidaten Schraps am Wahlsonntag ihre Stimme. „Das Wahlergebnis ist ein toller Vertrauensbeweis für mich und die SPD“, sagte Schraps gestern Abend.

Für den Groß Berkeler kam der Sieg in diesem Wahlkreis denn nicht sehr überraschend – auch wenn er als SPD-Bewerber die Nachfolge von Gabriele Lösekrug-Möller antritt. „LöMö“ hinterließ „große Fußstapfen“: Dreimal in Folge gewann sie das Direktmandat im Wahlkreis 46. Doch Johannes Schraps ist es sogar gelungen, den Abstand zwischen SPD und CDU – gemessen an den Erststimmen – zu vergrößern. Ihn und Michael Vietz trennen 5,74 Prozentpunkte; bei der Wahl 2013 ging es knapper zu: Da lag Gabriele Lösekrug-Möller nur 2,76 Prozentpunkte vor CDU-Mann Vietz. Ob Michael Vietz es noch einmal in den Bundestag schafft, war gestern am späten Abend noch offen. Er könnte – wie schon bei der letzten Bundestagswahl – ein Mandat über die Landesliste der CDU bekommen. Doch nachdem die Union auch bundesweit deutlich in der Wählergunst verloren hat, scheint der Einzug über die Landesliste als aussichtslos. Vietz selbst sprach am Abend davon, dass ein Mandat für ihn „unwahrscheinlich“ sei.

Der AfD-Landesvorsitzende Armin-Paulus Hampel, der den Abend nicht in seinem Wahlkreis, sondern an der Seite des AfD-Bundesvorstands in Berlin verbrachte, geht als drittstärkster Bewerber aus den Wahlen hervor. Er kommt auf 9,49 Prozent der Erststimmen. In absoluten Zahlen: 13 142 Wähler. Jutta Krellmann von „Die Linke“ erhält 5,94 Prozent der Erststimmen. Auch sie wird weiterhin – über die Landesliste der Linken abgesichert – das Weserbergland in Berlin vertreten. Ohne Aussicht auf ein Mandat sind FDP-Direktkandidat Klaus-Peter Wennemann (5,80 Prozent der Erststimmen), die Grüne Ute Michel (5,42 Prozent) sowie Hermann Gebauer von den Piraten (0,90 Prozent).

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„Die Zahl der Zweitstimmen ist Ausdruck für unsere gute Arbeit.“ Jutta Krellmann (Die Linke)

Bei den Zweitstimmen lieferten sich CDU und SPD im Wahlkreis ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die meisten Zweitstimmen vereint die CDU auf sich (32,04 Prozent; 44 418 Zweitstimmen). Knapp dahinter: die SPD (31,86; 44180). Drittstärkste Kraft ist auch hier die AfD (10,13; 14 052). Es folgen FDP, Linke und Grüne.

Bundestagswahl in Hameln

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Quelle: Dewezet


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