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Podiumsdiskussion in der Sumpfe

Live aus der Sumpfblume: Direktkandidaten stellen sich Leser-Fragen

HAMELN-PYRMONT. Nun gilt‘s: Am Mittwochabend (20. September) treffen die sieben Direktkandidaten bei unserem Wahlforum zur Bundestagswahl direkt aufeinander, um Leserfragen zu beantworten. Um 19 Uhr starten Dewezet und Radio Aktiv in der Sumpfblume Hameln den Fragen-Marathon an die sieben Kandidaten. Seien Sie live dabei.Seien Sie live dabei.

veröffentlicht am 20.09.2017 um 05:30 Uhr
aktualisiert am 20.09.2017 um 21:05 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Stv. Chefredakteur zur Autorenseite


Die Themenbereiche, zu denen die Leser unserer Zeitungen und die Hörer von Radio Aktiv Fragen eingereicht haben, reichen vom Arbeitsmarkt über die Rente und die Bildung bis hin zur Pflege, Infrastruktur und auch der Weser. Ein reichhaltiges Spektrum an Fragen erwartet also die Kandidaten – und auch das Publikum, das ab 18.30 Uhr in den Sumpfblumen-Saal kommen kann, um sich die besten Plätze zu sichern. Es soll eine politische Frage-Antwort-Debatte werden, bei der die in den letzten Wochen bei uns eingegangenen Leser- und Hörerfragen im Mittelpunkt stehen. Die Moderatoren Jan-Philipp Hullmann, Marvin Weiße und Thomas Thimm werden – dort, wo es nötig erscheint – bei den Kandidaten nachhaken. Und sie werden auch die eine oder andere Frage aus dem Publikum zulassen. 

Auf der einen Seite stehen gut 190 000 Wähler – auf der anderen Seite geht es um ein einziges Direktmandat für den Bundestag. Möglicherweise wird der Wahlkreis am Ende aber auch mit bis zu vier Abgeordneten im Bundestag vertreten sein, weil neben einem direkt gewählten Kandidaten möglicherweise bis zu drei weitere Bewerber über die Listen ihrer Parteien einziehen könnten. Natürlich gilt hier: Abwarten und Tee trinken.

Bei der Bundestagswahl am 24. September entscheiden die Wähler in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden sowie in den Gemeinden Bodenfelde und Uslar, welcher der sieben Direktkandidaten den Weserbergland-Wahlkreis 46 gewinnen und direkt in den Bundestag einziehen wird.

Diese sieben Kandidaten werden am Abend Lesern und Hörern Rede und Antwort stehen:


Michael Vietz (CDU):Der 48-jährige Hamelner sitzt bereits eine Wahlperiode lang im Bundestag. Bei der Wahl 2013 erzielte er ein Erststimmenergebnis von 39,6 Prozent, das Direktmandat ging seinerzeit mit 42,3 Prozent an die SPD. Über Platz 24 der CDU-Landesliste Niedersachsen zog Vietz dennoch in den Bundestag ein. Dort ist er Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Petitionsausschuss sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union.


Johannes Schraps (SPD):Der 34-jährige Groß Berkeler möchte für die hiesige SPD jene Bundestagstradition fortsetzen, die Heinz Frehsee, Brigitte Schulte und Gabriele Lösekrug-Möller begründet haben: Die Sozialdemokraten haben das Weserbergland seit 1957 in Berlin vertreten. Schraps trat 1999 in die SPD ein und ist seit Ende 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Wolfsburger SPD-Abgeordneten Achim Barchmann.


Jutta Krellmann (Linke):Die 61-Jährige aus Johannisberg im Rheingau sitzt seit Oktober 2009 im Bundestag. 1984 war sie zur Betreuung einer gewerkschaftlichen Arbeitsloseninitiative nach Hameln gekommen, wurde nur ein Jahr später Gewerkschaftssekretärin bei der IG Metall. Krellmann war lange Jahre Mitglied in der SPD. Aufgrund der Agenda 2010 und Rente ab 67 verließ sie die Partei und wirkte bei der Gründung der WASG und später der Linken mit. Krellmann kandidierte bei der Bundestagswahl 2009 und schaffte über den fünften Platz der Linken-Landesliste den Einzug in den Bundestag. Seit 2009 ist sie Obfrau der Linken im Ausschuss Arbeit und Soziales und Sprecherin für Arbeit und Mitbestimmung ihrer Fraktion. Im Januar 2017 wurde sie von ihrer Partei erneut für den Bundestag aufgestellt, diesmal auf Platz zwei der Landesliste.


Ute Michel (Grüne):Die 48-jährige Bad Pyrmonterin hat Geschichte und Slavische Philologie in Göttingen studiert. Sie hat in Brüssel im Europäischen Parlament und für Nichtregierungsorganisationen gearbeitet. Aus dem Arbeitsschwerpunkt Behindertenpolitik ergab sich eine Tätigkeit für Inclusion International, den Weltverband der Interessenvertretungen von Menschen mit geistiger Behinderung und deren Familien – zunächst in Brüssel, dann in Ferney-Voltaire/Frankreich und schließlich in London. Für die Bundestagswahl steht sie auf der niedersächsischen Landesliste der Grünen auf Platz 21.


Armin-Paulus Hampel (AfD):Der 60-jährige Bielefelder nennt Uelzen seine Heimatstadt und tritt nun im Wahlkreis Hameln-Pyrmont/Holzminden für den Bundestag an. 2013 wurde Hampel Mitglied der damals neu gegründeten Partei Alternative für Deutschland (AfD). Ende 2013 wurde er Landesvorsitzender der AfD Niedersachsen und seitdem zweimal wiedergewählt. Bei der Europawahl 2014 kandidierte er für die AfD auf Listenplatz 9. Seit 2015 ist er als Beisitzer Mitglied des AfD-Bundesvorstands. Bei der Aufstellungsversammlung für die Bundestagswahl 2017 wählten ihn seine niedersächsischen Mitglieder mit knapp 90 Prozent zum Spitzenkandidaten.


Hermann Gebauer (Piraten):Der 74-Jährige aus Bad Münder nennt sich internationaler Entwicklungsberater und ist im Februar nach 40 Jahren Tätigkeit in Friedenspolitik, Armutsbekämpfung und Sozialpolitik nach Deutschland zurückgekehrt. Sein Lebensmittelpunkt war davor zuletzt Panama.


Klaus-Peter Wennemann (FDP):Der 60-jährige Hamelner tritt zum wiederholten Mal für die FDP an. Abitur, Bundeswehr, Banklehre, Studium und dann mehr als 20 Jahre bei Banken und Versicherungen mit Schwerpunkt im internationalen Kapitalmarktgeschäft – so beschreibt sich Wennemann auch im Wahlkampf.

Information

Bundestagswahl 2013

Bei der Wahl 2013 verteilten sich die Erstwahlstimmen im Wahlkreis 46 Hameln-Pyrmont/Holzminden so:

  • SPD: 42,3 % (57 484 Stimmen)
    CDU: 39,6 % (53 726 Stimmen)
  • Grüne: 6 % (8202 Stimmen)
  • Die Linke: 4,6 % (6308 Stimmen)
  • AfD: 3,7 % (4971 Stimmen)
  • Piraten: 1,9 % (2577 Stimmen)
  • FDP: 1,8 % (2496 Stimmen)

Wahlbeteiligung: Damals lebten hier 191 980 Wahlberechtigte, von denen 137 839 tatsächlich zur Wahlurne gegangen sind. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 71,8 %.



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