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Warum der ehemalige Medienstar sich für die AfD engagiert

„Angela Merkel hasst Deutschland“ - Starker Tobak von Leyla Bilge

HAMELN. „Angela Merkel liebt Deutschland nicht, sondern sie hasst Deutschland und tritt die deutsche Fahne mit den Füßen.“ Es ist starker Tobak, den Leyla Bilge, eine deutsche Frauen- und Kinderrechtlerin mit kurdischen Wurzeln, auf der Veranstaltung der AfD im Hamelner Hotel Mercure am Donnerstagabend ihren knapp 100 Zuhörern zu kosten gibt.

veröffentlicht am 28.07.2017 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 05.09.2017 um 14:43 Uhr

Leyla Bilge, Deutsche mit kurdischen Wurzeln, demonstriert in einem schwarz-rot-goldenen Kleid ihr Deutschtum. Foto: wft
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Autor

Wolfhard F. Truchseß Reporter

Als Beleg dient ihr ein kurzer Videoclip, der zeigt, wie Merkel auf einem CDU-Parteitag im Jahr 2013 ihrem Parteikollegen Hermann Gröhe ein deutsches Fähnchen aus der Hand nimmt, es weiterreicht und dabei ein scheinbar angeekeltes Gesicht zeigt. „Wir dürfen uns nicht wundern, dass Deutschland weltweit keinen Respekt mehr genießt und wir als Köterrasse bezeichnet werden“, fährt sie fort. „Kein Wunder“, sagt Leyla Bilge, „wenn die eigene Flagge mit Füßen getreten wird.“

Auf die Bühne tritt Leyla Bilge, freundlich begrüßt vom AfD-Kreisvorsitzenden Manfred Otto, begleitet von Beifall und Gelächter zunächst in einer Burka, die, wie sie sagt, „mit westlichen Werten nichts zu tun“. Dann fällt die Verkleidung und die Referentin steht in einem schwarz-rot-goldenen Kleid im Saal. Erneut Beifall.

Dass Leyla Bilge eine Streiterin gegen Sexualstraftäter und die Kinderehe ist, hat sie bei den Medien beliebt gemacht. Seit sie für die AfD auftritt, „aber hat man mich fallen gelassen, selbst meine Sponsoren habe ich verloren“. Aber, so betont sie, „ich werde meinen Weg weitergehen“. Ihr Weg, so demonstriert sie an diesem Abend, ist es, sich einerseits vor allem um Frauen und Kinder in den Krisengebieten des Irak und an der Grenze der Türkei zu Syrien zu kümmern und andererseits anzuprangern, dass, wie sie sie erklärt, vor allem aus dem nordafrikanischen Raum „barbarische Bräuche und Traditionen“ wie die Genitalverstümmelung von Mädchen mit nach Deutschland gebracht und von einem Gericht in Bamberg in zweiter Instanz sogar eine nach muslimischem Recht, der Scharia, geschlossene Ehe mit einem Kind anerkannt worden sei. „Damit ist die Scharia in Deutschland angekommen“, kritisiert sie, „das ist ein Skandal.“

Skandalös findet sie auch, dass abgelehnte Asylbewerber, denen die Abschiebung droht, in Kirchen Unterschlupf fänden und dort innerhalb von 24 Stunden zum Christentum konvertieren könnten, um ihre Abschiebung zu verhindern. „Wir müssen die Kirchenverbände, die dies unterstützen, anklagen“, fordert sie, „und Pfarrer, die das praktizieren, gehören vor Gericht.“ Beifall. Der Deutsche schlucke und schlucke, bis das Fass überlaufe, erklärt sie, und warnt vor Übergriffen Deutscher auf Menschen mit Migrationshintergrund, weil sie schwarz für ihr Land sähen und sich rächen wollten.

Leyla Bilge behandelt in ihrem Vortrag einen ganzen Strauß von Themen: die fehlende Männlichkeit der Deutschen, den „Genderwahnsinn der Grünen“ und das Desinteresse der „Altparteien“ an Deutschland. Um alldem und dem „entstandenen Chaos“ ein Ende zu machen, „gibt es nur eine Alternative, die AfD“, sagt Leyla Bilge. Sie sei die einzige Partei, die ihr den Raum gebe, über diese Dinge aufzuklären. CDU und CSU seien bei der Bundestagswahl unwählbar, „die Grünen sowieso“. Die CSU sei zum „Arschkriecher bei Merkel“ geworden, und Seehofer „kläfft nur noch wie ein kleines Hündchen“. Alles klar?



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